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Die Geschichte der Mark

und das politische Umfeld in Deutschland

Teil 4: Das Dritte Reich

Hauptseite zum Thema Geschichte der Mark

Silbermünzen aus der Zeit des Dritten Reiches

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Inhalt

So begann es Das Kaiserreich 
1871 - 1918
Weimarer Republik 
1919 - 1933

Mit Krimi im Jahr 1932

Das Dritte Reich
1933 - 1945
Deutschland nach dem Krieg unter Alliierter Besatzung 
1945 - 1948
Bank Deutscher Länder
1948 - 1949
Die BRD
1949 - 1990
Die DDR
1949 - 1990
Das vereinte Deutschland 
1990 - 2001
Das Ende der Mark
2002

Das Dritte Reich 1933 - 1945


Die Zeit vor dem 2. Weltkrieg 1933 - 1939

Am 30.1.1933 übernimmt Hitler das Amt des Reichskanzlers. In dem ersten Kabinett sind anfangs nur 3 und ab dem 13.3.1933 4 Minister der NSDAP enthalten. Dadurch erhoffen sich Hindenburg und Papen die wilde Bestie Nationalsozialismus "zähmen" zu können.
Aber Hitler und sein Gefolge lassen das einmal geschickt taktierend und dann wieder mit brutaler Überrumpelungstaktik nicht zu.
Statt dessen gelingt es Hitler und seiner NSDAP innerhalb weniger Wochen "legal" in einem bislang nie zuvor gesehenen Tempo, die Macht voll an sich zu reißen und eine Diktatur zu errichten.
Am 1. Mai dürfen sich noch die Gewerkschaften über die Einführung des 1. Mai als dem Feiertag "Tag der Arbeit" freuen.
Am Tag darauf und im weiteren Verlauf des Mai 1933 werden alle Parteien und Gewerkschaften aufgelöst. Bereits am 1.12.1933 kann die NSDAP als alleinige Staatspartei proklamiert werden.
Hitlers Herrschaft ist ab dem Sommer 1934 absolut, nachdem er auch den mächtigen SA Chef Röhm beim sog. Röhm-Putsch und weitere Widersacher ausschaltet und ermorden lässt.
Als dann der greise Reichspräsident Hindenburg  am 2.8.1934 stirbt, lässt sich Hitler zum Führer und Reichskanzler ernennen und sich auf die Reichswehr vereidigen. Er ist nun der absolute Herr und Diktator über Deutschland, mit einer bislang in Deutschland einmaligen Machtfülle versehen.
Diese Diktatur verfolgt von Anfang an ihre politischen Gegner und immer mehr auch sogenannte minderwertige Rassen wie Juden und Zigeuner gnadenlos. Die Rassenpolitik mündet schließlich im Laufe des zweiten Weltkrieges in dem reinen Völkermord von Juden und Zigeunern.
Während dieser schreckliche Terror mehr oder weniger im Hintergrund abläuft, hat Hitlers Politik vordergründig einige erstaunenswerte Erfolge vorzuweisen.

Durch eine massive von oben verordnete Senkung der Löhne, große staatliche Investitionen in die Infrastruktur wie dem Autobahnbau und einer starken Aufrüstung wird bis zum Jahr 1939 die Arbeitslosigkeit komplett beseitigt. Im Sommer 1939 gibt es statt ehemals 6 Millionen gerade noch einmal 38.000 Arbeitslose.
Diese Wirtschaftspolitik, die in erster Linie auf eine konsequente Aufrüstung ausgerichtet ist, lebt voll auf Pump. Wäre nicht der Krieg 1939 ausgebrochen, hätte das Dritte Reich wohl bald den Staatsbankrott erklären müssen.
Wegen der ausgeprägten Rüstungspolitik und der geringen Löhne bleibt so der Lebensstandard breiter Bevölkerungsschichten auf niedrigem Niveau. Görings Parole "Kanonen statt Butter" beschreibt treffend die damalige Lage.

Hitlers Außenpolitik strebt konsequent auf eine Revision des Versailler Vertrages und der "Eroberung neuen Lebensraumes" im Osten hin.
Durch das zurückhaltende Auftreten der beiden westlichen Großmächte Großbritannien und Frankreich und deren Abrüstungspolitik ermuntert, kann Hitler bis 1939 eine ganze Reihe außenpolitischer Erfolge erzielen.

Bereits 1933 verlässt Deutschland den Völkerbund und sondert sich so von der Staatengemeinschaft ab. 
1934 versuchen die österreichischen Nazis mit deutscher Unterstützung die Macht in Österreich an sich zu reißen. Dabei wird der österreichische Reichskanzler Dollfuss ermordet. Dank Italiens massiven Auftreten für die österreichische Regierung scheitert dieser Putschversuch kläglich und Hitler muss eine außenpolitische Niederlage einstecken.

1935 wird in Deutschland die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Der Protest der Westalliierten bleibt trotz dieser massiven Verletzung des Friedensvertrag von Versailles nur sehr schwach. 
Aufmerksam verfolgt Hitler das inkonsequente Auftreten der Alliierten als Italien brutal Abessinien überfällt. Die Boykott-Maßnahmen sind dabei mehr als halbherzig und Deutschland kann nun als Blockadebrecher Italien auf seine Seite ziehen, in dem es wichtige Güter nach Italien liefert.

Durch das "dekadent schwächliche"  Auftreten der westliche Demokratien ermuntert, rückt 1936 die Wehrmacht ins entmilitarisierte deutsche Rheinland ein. Hätten nun die Alliierten massiv darauf reagiert, hätten sich die noch sehr schwachen deutschen Truppen sofort mit Schimpf und Schande kampflos zurückziehen müssen. So ein Misserfolg hätte sogar das Ende von Hitlers Herrschaft bedeuten können.

1936 putscht der faschistisch orientierte Franco in Spanien und löst den spanischen Bürgerkrieg aus, der bis zum Frühjahr 1939 anhält. 
Franco wird von Italien und Deutschland unterstützt, während die Sowjetunion und sog. Internationale Brigaden die sozialistische Gegenpartei in Spanien unterstützen. Die West-Alliierten versuchen weitgehend neutral zu bleiben. Als jedoch italienische U-Boote im Eifer des Gefechtes sogar alliierte Schiffe versenken, setzen Großbritannien und Frankreich Italien stark unter Druck.

Dieses ungewohnt bestimmte Auftreten der Westmächte beeindruckt offensichtlich auch Hitler und hält ihn 1936 und 1937 erst einmal vor weiteren Expansionen ab. Derweil lässt er den Westwall ausbauen, um den Rücken für eine Expansion im Osten freizubekommen und forciert gleichzeitig die Aufrüstung Deutschlands. Bald kann er stolz den Briten mitteilen, dass Deutschlands Luftwaffe nun schon stärker als die Groß Britanniens sei.

1938 gelingt es ihm dann Österreich und das tschechische Sudetenland einzuverleiben. Mit der Sudetenkrise führt er Deutschland an den Rand eines Krieges. Nur das wiederholt schwächliche Nachgeben der Alliierten unter der Führung des britischen Premiers Neville Chamberlain und eine Vermittlungsaktion Mussolinis verhindern noch einmal den Krieg.
Im Frühjahr 1939 annektiert Hitler schließlich die restliche Tschechei und das Memelland.

Nun sind auch dem letzten Politiker der Alliierten die Augen so weit geöffnet, dass er erkennen muss, dass Hitlers Expansion nur mit Krieg Einhalt zu gebieten ist.

Bereits seit März 1939 tritt das Dritte Reich mit Forderungen an Polen heran. Das Deutsche Reich will die Freie Stadt Danzig angliedern und eine exterritoriale Verbindung zwischen Ostpreußen im Korridor einrichten lassen.
Polen bleibt jedoch hart und wird durch eine Garantiererklärung der Alliierten in diesem Handeln gestützt.

Als Hitler der außenpolitische Coup mit einem deutsch sowjetischen Nichtangriffspakt gelingt, in dem in einem geheimen Zusatzprotokoll die Interessensphären in Europa zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich aufgeteilt werden, hat er alle Hände frei.
In den Morgenstunden des 1.9.1939 beginnt er mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg.

Geldausgaben im Deutschen Reich von 1933 - 1939

Die kleinen Kursmünzen behalten bis 1936 das Münzbild der Weimarer Republik. Ab 1936 werden neue Münztypen nun mit dem Hakenkreuz herausgegeben.
10 Pfennigstück vom Typ wie es von 1936 - 1939 ausgegeben wird
Neben der Reichsmarkscheine, die schon in der Weimarer Republik gedruckt wurden, gibt es auch neuere Ausgaben wie diesen 100 Reichsmarkschein, der ab 1935 herausgegeben wird.
Bereits 1935 wir dieses 50 Pfennigstück aus Aluminium heimlich in großen Mengen  geprägt. Es ist ein klares Indiz für die Kriegsvorbereitungen Deutschlands bereits zu diesem Zeitpunkt.
Es wird erst mit Beginn des 2. Weltkrieges ausgegeben.
Damit können die für die Kriegsrüstung so wichtigen 50  Pfennigstücke aus Nickel eingezogen und eingeschmolzen werden.
Im Gegensatz zu den 50 Pfennig - Ausgaben ab 1940 trägt der Adler auf der Rückseite noch kein Hakenkreuz.
Die Gedenkausgabe zum 175. Geburtstag von Friedrich Schiller zu 2 und 5 Reichsmark im Jahr 1934 ist die letzte Gedenkausgabe des Deutschen Reiches. Es sollten 18 Jahre folgen bis Deutschland endlich wieder eine Sondermünze mit dem Germanischen Museum 1952 ausgab.
Als Großmünzen in Silber sind 2 und 5 Reichsmarkmünzen im Umlauf.  Dabei sind Münzen mit dem Bild Hindenburgs und der Potsdamer Garnisonskirche im Umlauf.
Die Hindenburgmünzen werden bis 1939 geprägt.
Beide Münztypen sind aber noch bis zur Währungsreform 1948 kursgültig.

Hitler selbst lässt sich auf keiner Münze abbilden. Er will das erst nach einem siegreichen Kriegsende erlauben. So existieren nur Probeprägungen mit Hitlers Antlitz. Alle anderen Münzen mit Hitlers Konterfeit sind von Privat geprägte Medaillen.


Die Zeit im 2. Weltkrieg 1939 - 1945

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges werden alle Kupfer- und Nickelmünzen eingezogen und stattdessen ziemlich hässliche Ersatzmünzen aus Zink bis zum 10 Pfennigstück und Aluminiummünzen beim 50 Pfennigstück herausgegeben. Dabei kommt auch schon das vorsorglich 1935 geprägte 50 Pfennigstück aus Aluminium zur Ausgabe. Der Hoheitsadler auf der Rückseite dieses Geldstückes trägt noch kein Hakenkreuz.

Deutsche Kleinmünzen aus der Zeit des 2. Weltkrieg

Dieser 20 Reichsmarkschein, der noch kurz vor dem 2. Weltkrieg ausgegeben wurde, zeigt das sinniger Weise das Bild einer Österreicherin, da 1 Jahr zuvor Österreich "Heim ins Reich" geholt wurde.

(Bild von www.cgb.fr )
Dieser 5 Reichsmarkschein wurde 1942 mitten im 2. Weltkrieg ausgegeben.

(Bild von www.cgb.fr )
Die deutschen Truppen sind anfangs sehr erfolgreich und erobern viele europäische Staaten wie z.B. Polen, Belgien, Niederlande, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Griechenland und Jugoslawien.

Diese Länder behalten in der Regel ihre Währung. Aber es werden dort natürlich teilweise neue Münzen geprägt und neue Geldscheine ausgegeben.
Für den Geldverkehr der Wehrmacht in den besetzten Gebieten mit Beschränkungen wegen der Landeswährungen werden aber eigene Geldscheine ausgegeben. Diese werden Verrechnungsscheine genannt.

Verrechnungsschein der Wehrmacht von 1944
In besetzten Staaten wie Polen, Norwegen und in den Balkanstaaten, wo die Zahlungsmittel des besetzten Landes nicht mehr ausreichen, gibt die Reichskreditkasse Geldscheine in Reichsmarkwährung aus. 20 Reichsmark der Reichskreditkasse für die besetzten Gebiete
Wegen des Krieges mit der Sowjetunion ab Sommer 1941 erfolgt die Wende im 2. Weltkrieg.
Nach großen anfänglichen deutschen Erfolgen, die die Sowjetunion mehrmals fast an den Rand des Zusammenbruches bringen, müssen die deutschen Truppen speziell nach der Kesselschlacht bei Stalingrad immer schlimmere und verlustreichere Niederlagen einstecken.
Ab April 1945 ist dann die Lage in den noch nicht besetzten ausgebombten und ausgebluteten Gebieten so katastrophal, dass einige Regionen Notgeld ausgeben müssen. So gibt z.B. das Sudetenland zusammen mit Niederschlesien den rechts abgebildeten Geldschein über 20 Reichsmark ab Ende April 1945 aus.
Nicht einmal 2 Wochen später endet der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8.5.1945. 
Die alten Geldstücke und Geldscheine bleiben weiterhin im Umlauf. Es kommen aber neue von den Alliierten Besatzungstruppen ausgegebene Münzen und Geldscheine hinzu.
Ausgabe für das Sudetenland und Niederschlesien ab 28.4.1945

 

 

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