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Römische Münzen  von Maximinus Thrax
bis
Aurelianus

Die Soldatenkaiser I

Die römischen Münzen der Kaiserzeit mit Bewertungen und Biografien der römischen Kaiser

Von Thomas Schmidtkonz

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Aurelianus (270 - 275 n. Chr)
Einer der größten Feldherren der römischen Geschichte

Pupienus

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Ein Abriss über die römischen Münzausgaben ab Kaiser Augustus Teil 3

Übersicht

Start der Seite 1
Augustus reg. 27 v. Chr - 14 n. Chr
Tiberius reg. 14 n. Chr - 37 n. Chr
Caligula reg. 37 - 41
Claudius reg. 41 - 54
Nero reg. 54 - 68
Galba reg. 68 - 69
Otho reg. 69
Vitellius reg. 69
Vespasian reg 69 - 79
Titus reg. 79 - 81
Domitianus reg. 81 - 96

Ausführliche Lebensgeschichte des Domitian
Links
Leserbriefe / Mails
Bücher

Start der Seite 2
Nerva reg. 96 - 98
Trajan
reg. 98 - 117
Hadrian
reg. 117 - 138
Antoninus Pius
reg. 138 - 161
Marc Aurel reg. 161 - 180
Commodus
reg. 180 - 192
Pertinax
reg. 193
Didius Julianus
reg. 193
Septimus Severus
reg. 193 - 211
Caracalla
reg. 211 - 217
Macrinus
reg. 217 - 218
Elagabalus
reg. 218 - 222
Severus Alexander reg. 222 - 235
Start der Seite 3
Maximinus I. (Thrax.) reg. 235 - 238 und die Gegenkaiser Gordianus I / II 238
Balbinus und Pupienus reg. 238
Gordianus III.
reg. 238 - 244
Philipp I. Arabs reg. 244 - 249
Trajanus Decius reg. 249 - 251
Trebonianus Gallus reg. 251 - 253
Aemilianus reg. 253
Valerianus reg. 253- 260
Gallienus reg. 253 - 268
Claudius II. reg. 268 -270
M. Aurelius Claudius Quintillus reg. 270
Lucius Domitius Aurelianus reg. 270 - 275

Start der Seite 4
C. Marcus Claudius Tacitus reg. 275 - 276
Marcus Annius Florianus reg. 276
Marcus Aurelius Probus reg. 276 - 282
Marcus Aurelius Carus reg. 282 - 283
Marcus Aurelius Numerianus reg. 282 - 284
Marcus Aurelius Carinus reg 282 - 285
Start der Seite 5
Diocletianus reg. 284 - 305
Maximianus reg 286 - 310
Constantius I. Chlorus reg. 293 - 306
Galerius reg. 293 - 311
Severus II. reg. 305 - 307
Maximinus II. Daia reg. 305 - 313
Maxentius reg. 306 - 312
Licinius I. reg. 308 - 324
Start der Seite 6
Constantinus I. der Große reg. 307 - 337
Constantinus II. reg. 317 - 340
Constans reg. 333 - 350
Constantius II. reg. 324 - 361
Julianus II. Apostata reg. 355 - 363 
Iovianus reg. 363 - 364 
Start der Seite 7
Valentinianus I. reg. 364 - 375
Valens reg. 364 - 378
Gratianus reg. 367 - 383
Valentinianus II. reg. 375 - 392
Theodosius I. der Große reg. 379 - 395
 
West Rom 395 - 476 Teil 1
Start der Seite 8
Honorius reg. 393 - 423
Johannes reg. 423 - 425
Valentinianus III. reg. 425 - 455
Petronius Maximus reg. 455
Avitus reg. 455 - 456
Maiorianus reg. 457 - 461
 
West Rom 395 - 476 Teil 2
Start der Seite 9
Severus III. reg. 461 - 465
Anthemius reg. 467 - 472
Olybrius reg. 472
Glycerius reg. 473 - 474
Julius Nepos 474 - 475 / 477 - 480
Romulus Augustulus 475 - 476
Ost Rom 395 - 491
Start der Seite 10
Arcadius reg. 383 - 408
Theodosius II. reg. 402 - 450
Marcianus reg. 450 - 457
Leo I. reg. 457 - 474
Leo II reg. 474
Zenon reg. 474 - 475 / 476 - 491
Basiliskos 475 - 476
Byzanz
Übersicht über die oströmischen / byzantinischen Herrscher nach Zenon bis 1453
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Gallisches Sonderreich

Postumus reg. 259 - 268
Laelianus reg. 268
Marius reg. 268
Victorinus reg. 269 - 271
Tetricus reg. 271 - 274

Sonderreich in Britannien
Carausius reg. 287 - 293
Allectus reg. 293 - 296
 

Caius Julius Verus Maximinus I. (Thrax.)
Gordianus I und II (Gegenkaiser 238)

Maximinus ThraxDieses Bild von Maximinus Thraxstammt von Dr. Claus W. Hild - NUMISMATIK - Rintheimer Str. 2
D-76131 Karlsruhe Germany

e-mail: HildNumis@aol.com
tel.: +49-721-698476 oder +49-171-4212848
fax : +49-721-691619
 

geb. 173 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)

reg. 235 - 238

Der Soldat auf dem Thron

Gordianus I / II Gegenkaiser 238 (Selbstmord, gefallen)

Geschichte

Nach der Ermordung des Kaisers Severus Alexander und dessen Mutter Julia Mamaea bei Mainz wird mit Maximinus I. Thrax. der erste Soldatenkaiser zum römischen Kaiser von den Rheinlegionen ausgerufen. Er fällt zugleich in das freie Germanien ein und besiegt die Alemannen. Dadurch erhält er den Ehrenbeinamen "Germanicus Maximus".
Maximinus errichtet eine Militärdikatatur. Sein Hauptlager richtet er in Sirmium in der Nähe des heutigen Belgrads ein.
Er regiert das Reich von diesem Feldlager aus. Obwohl er auch die Sarmaten und Dacer bekämpft und besiegt, ist er in den Provinzen und beim Senat unbeliebt, da er diesem jegliches Mitspracherecht verweigert.
238 treten in der Provinz Africa Unruhen auf, da die Großgrundbesitzer Angst haben, dass ihre Güter vom Kaiser enteignet werden. Sie rufen den 80 jährigen Senator und Prokonsul von Africa, Marcus Antonius Gordianus und seinen Sohn als Gegenkaiser aus. Der Senat erkennt die beiden Kaiser an und erklärt Maximinus zum Staatsfeind.
Capellianus der Statthalter von Numidien, der Nachbarprovinz von Africa, bleibt Maximinus treu ergeben und marschiert gegen die Gordiane und besiegt sie vernichtend. Gordian II fällt in der Schlacht, sein Vater begeht Selbstmord.
Mittlerweile marschiert Maximinus mit seinen Truppen gegen das abtrünnige Rom .
Der Senat ernennt nach dem Tod der Gordiane Pupienus und Balbinus zu den neuen Kaisern.
Diese beiden Kaiser werden als gleichberechtigt angesehen. Außerdem wird der Enkel Gordians I. der spätere Gordian III. zum Caesar ernannt.
Unterdessen belagert Maximinus Aquileia. Unerwartete Schwierigkeiten bei der Belagerung veranlassen die Truppen Maximinus zu ermorden.

Münzausgaben unter Maximinus Thrax

Es existieren ca. 120 Münztypen. Denare sind häufig. Sesterzen kommen im Gegensatz zu vielen anderen Kaisern häufiger vor als Asse und Dupondien. Es wurden keine Antoniane geprägt

 

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  75 - 175 ca. 40 -85 ca. 15 - 40
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 - 500 ca. 125 - 300 40 - 75
Goldmünzen     extrem selten!

 

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Münzausgaben der Gordiane

Die Münzen Gordians I und Gordians II sind sehr selten. Die Münzen der beiden lassen sich nur durch ihr Porträt unterscheiden.
Bartlose Köpfe und eine hohe Stirn deuten auf den Sohn hin. Die Münzen Gordians II sind noch seltener.
Am häufigsten sind noch die Tetradrachmen Alexandrias mit dem Porträt Gordians I. (Wert ab 125 - 150 EUR für Erhaltung schön)

Dieses Bild eines Denars von Gordian I stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
Dieses Bild eines Sesterz von Gordian II stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern

 

 

Decimus Caelius Balbinus
Marcus Clodius Pupienus Maximus

Balbinus, 238 AD. Silver Denarius, 2.7g. Rome Mint. Av: IMP. C. D. CAEL. BALBINVS AVG; Rev: CONCORDIA AVGG
Diese Bild stammt von
Balazs Aldor Cs. aus Rumänien
balazs@megadata.ro
  

Balbinus geb. 178 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)
Pupienus geb. 164 n. Chr, gest. 238 n. Chr (ermordet)

reg. April bis Juni 238

Zwei Rivalen gehen gemeinsam in den Abgrund

Geschichte

Nach der Ermordung des Kaisers Maximinus Thrax bei der Belagerung von Aquileia sind Balbinus und Pupienus unerwartet die alleinigen gleichberechtigten Kaiser Roms. Die Ernennung des beliebten jungen Gordianus III zum Cäsar und damit zum Mitregenten und designierten Nachfolger macht die beiden rivalisierenden und beliebten Herrscher beim Volk nicht populärer. Bereits im Juli 238 werden beide Herrscher von den Prätorianern ermordet. Als neuer Herrscher wird Gordianus III sowohl von Volk, Militär und Senat ausgerufen.

Münzausgaben unter Balbinus

Die Münzen sind alle selten.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  750 - 850 ca. 350 - 450 ca. 85 - 150
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 1000 - 2000 ca. 300 - 750 ca. 100 - 300
Goldmünzen      

 

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Münzausgaben unter Pupienus

Die Münzen sind alle selten. Es werden wieder Antoniane geprägt, die häufiger als Denare vorkommen.

Dieses Bild eines Denars von Pupienus  stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  500 - 750 ca. 250 - 400 ca. 85 - 125
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 900 - 2000 ca. 350 - 750 75 - 300
Goldmünzen      

 

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Marcus Antonius Gordianus Pius III.


Ex Sammlung Schmidtkonz
geb. 222 n. Chr, gest. 244 n. Chr (gefallen oder ermordet)
reg. 238 - 244 n. Chr.

Der Kindkaiser

Geschichte

Nach der Ermordung von Balbinus und Pupienus wird Gordianus III sowohl von Volk, Militär und Senat zum Kaiser ausgerufen. Die großen Erfolge seiner Regierungszeit sind seinem Berater, Lehrer und Erzieher Timestheus zu verdanken. Die Bedrohung der Grenzen in Westen und Osten kann durch ihn mit geschickten militärischen Operationen vermieden werden. 240 kann eine Revolte des Sabinianus in der Provinz Africa niedergeschlagen werden.
241 heiratet Gordianus Tranquillina, die Tochter des Timestheus.
Als im Frühjahr 242 der Sasanide Schapur I. den Thron der Perser besteigt, droht wieder ein Krieg im Osten. Die römische Regierung entscheidet sich einem persischen Angriff zuvorzukommen und zieht mit einem starken Heer unter Gordianus und Timestheus gegen die Perser. 243 beginnt der Feldzug gegen die Perser, wobei die Römer einige Erfolge verbuchen können. Timestheus stirbt dabei einen rätselhaften Tod. Einige Historiker verdächtigen Philipp Arabs, der zu dessen Nachfolger ernannt wird. Dieser wird auch verdächtigt am Tod des Gordianus in der Schlacht am Euphrat am 11.2.244 nachgeholfen zu haben. Die Historiker sind sich aber über die Todesursache uneins. Zum Nachfolger wird Philipp Arabs ausgerufen.

Münzausgaben unter Gordianus

Es werden hauptsächlich Antoniane ausgeprägt. Der Silbergehalt verringert sich dabei z.T. auf unter 50%. Goldmünzen werden wieder verstärkt geprägt. Denare verlieren mehr und mehr an Bedeutung.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  40 - 250 ca. 20 - 150 ca. 10 - 40
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 - 900 ca. 100 - 400 ca. 50 - 125
Goldmünzen ca. 3000 ca. 1250 ca. 750 - 850

 

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Marcus Julius Philippus I. (Arabs)

geb. ?, gest. 249 n. Chr (gefallen)
reg. 244 - 249 n. Chr.

Dieses Bild eines Antonians von Philippus stammt 
von Richard Stoll

Zu Richard Stolls Büchern

 

Der Araber

Geschichte

Philippus, Sohn eines räuberischen Beduinenscheichs, dient sich in der römischen Armee herauf und wird zuerst von den syrischen Prinzessinen und danach von Gordians Berater Timestheus begünstigt. Nach dem Tod des Timestheus wird er von Gordian zu dessen Nachfolger ernannt. Nach dem ungeklärten Tod Gordians wird er zum Kaiser ausgerufen.
Er schließt sofort mit den Persern Frieden und zahlt für die Auslösung römischer Gefangener 500.000 Goldstücke Lösegeld.
Zu dieser Zeit fallen bereits ständig Franken, Vandalen, Karpen und Goten auf die Grenzen des römischen Reichs ein. Zwischen 245 und 247 gelingt es Philippus Karpen und Daker zu besiegen und so die Provinz Dakien noch zu halten.
Als großes Schauspiel gehen die am 21.4.248 beginnenden Säkularspiele in Rom zur tausendjährigen Gründung Roms in die Geschichte ein. Die Feierlichkeiten finden 3 Tage statt und stellen alles Dagewesene in den Schatten. Viele Münzen werden zu diesen Feierlichkeiten herausgegeben. Viele Römer geben sich den Traum hin, dass sie vor einem neuen Zeitalter stünden. Sie erwachen sehr schnell wieder aus diesem Traum, als Goten, Karpen, Vandalen und Gepiden wieder räubernd die Grenzen überschreiten.

 

Phillipus II
Phillips Sohn Philippus II

Dieses Bild  stammt von Günter Loreck

249 schickt Philippus seinen tüchtigsten Feldherrn Trajanus Decius nach Pannonien und Dakien um dort meuternde Truppen niederzuwerfen. Dieser wird jedoch von den hiesigen Heerführern umgedreht und zum Gegenkaiser ausgerufen.
Im September 249 trefen sich die Heere Philipps und des Decius in der Schlacht bei Verona. Philippus verliert die Schlacht und sein Leben.

Sein Sohn und Mitregent Philippus II Filius stirbt kurz danach in Rom.

Münzausgaben unter Philippus

Es werden hauptsächlich Antoniane ausgeprägt. Der Silbergehalt verringert sich bis auf 30%.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  50 -200 ca. 30 - 100 ca. 12 - 40
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 150 - 450 ca. 75 -200 ca. 30 -75
Goldmünzen sehr selten
(über 5000)
   

 

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Caius Messius Quintus Trajanus Decius


Decius aus Sammlung Schmidtkonz
Trajanus Decius
Dieses Bild von Decius stammt von Herrn Klaus Schubert
geb. 201, gest. 251 n. Chr (gefallen)
reg. 249 - 251 n. Chr.

Der Verfolger der Christen

Geschichte

249 schickt Philippus seinen tüchtigsten Feldherrn Trajanus Decius nach Pannonien und Dakien um dort meuternde Truppen niederzuwerfen. Dieser wird jedoch von den hiesigen Heerführern umgedreht und zum Gegenkaiser ausgerufen.
Im September 249 trefen sich die Heere Philipps und des Decius in der Schlacht bei Verona. Philippus verliert die Schlacht und sein Leben.
Während seiner Herrschaft geben die Goten keine Ruhe. Er kann sie zwar 250 bei Nicopolis besiegen, aber bereits 251 kommt es bei Abrittus zur erneuten Schlacht bei der Trajanus Decius zusammen mit seinem älteren Sohn Herennius Etruscus fällt.
Trajanus Decius behielt wegen seiner grausamen Christenverfolgungen einen unrühmlichen Bekanntheitsgrad. So soll er nach der Hinrichtung des Papstes Fabianus gesagt haben "Lieber will ich hören, dass mir ein Rivale den Thron streitig macht, als dass es noch einmal einen Bischof von Rom gibt."

Münzausgaben unter Trajanus Decius

Es werden erstmals Doppelsesterze und eine Reihe von Gedenk-Antonianen früherer Kaiser herausgegeben.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  75 - 125 ca. 35 - 65 ca. 20 - 30
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 125 - 300 ca. 85 - 190 ca. 25 - 75
Doppelsesterz ca. 2300 ca. 850 ca. 300
Goldmünzen ca. 7500 ca. 2500 ca. 900

 

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Gaius Vibius Trebonianus Gallus

Ex Sammlung Schmidtkonz

geb. 206, gest. 253 n. Chr (ermordet)
reg. 251 - 253 n. Chr.

Der Herr der Katastrophen

Geschichte

Als 251 bei der Schlacht von Abrittus Trajanus Decius fällt, wird Trebonianus Gallus von den Legionen zum Kaiser ausgerufen. Seine erste zugleich unrühmliche Amtshandlung ist es, dass er mit den Goten einen äußerst schmählichen Friedensvertrag mit hohen Tributzahlungen aushandelt. Diese Aktion verzeihen ihm viele Militärs und der Senat in Rom nicht.
Seine kurze Regierungszeit wird unaufhörlich von Katastrophen überschattet. So wütet eine schreckliche Pestepidemie im Römischen Reich. Gleichzeitig erobern die Perser unter Schapur I. Armenien.
253 rufen die Truppen im Balkan Aemilianus zum Gegenkaiser aus. Trebonianus Gallus tritt den gegnerischen Truppen in Umbrien gegenüber. Bevor es zum Kampf kommt wird er von seinen eigenen Leibwächtern ermordet.

Münzausgaben unter Trebonianus Gallus

Es werden erstmals der sog. Schwer-Aureus mit 5,9 g Gewicht geprägt. Der Silbergehalt des Antonians sinkt auf 25 %.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  75 - 200 ca. 45 - 125 ca. 20 - 45
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 185 - 330 ca. 125 - 190 ca. 50 - 75
Goldmünzen ca. 3000 - 5000 ca. 1500 - 2500 ca. 1000 - 1750

 

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Marcus Julius Aemilius Aemilianus

Antonian des Aemilianus

geb. 208, gest. 253 n. Chr (ermordet)
reg. 253 n. Chr.

Ein Intermezzo

Geschichte

Aemilianus, seit 252 Statthalter von Untermösien, greift 253 die Goten in ihren eigenen Gebiet an, nachdem er aufsässige Goten in seiner eigenen Provinz ermorden hat lassen. Der Angriff endet mit einem Sieg. Seine Truppen sind so begeistert, dass sie ihn zum Gegenkaiser ausrufen. Trebonianus Gallus tritt den Truppen des Aemilianus in Umbrien gegenüber. Bevor es zum Kampf kommt, wird Trebianus von seinen eigenen Leibwächtern ermordet.
Valerianus, der von Trebianus zu Hilfe gerufen wurde, zieht trotzdem weiter vom Rhein  Aemilianus entgegen. Nun passiert Aemilianus fast das gleiche wie Trebianus. Seine verängstigten Truppen, die wissen, dass die Armee des Valerianus ihnen überlegen ist, ermorden ihn.

Münzausgaben unter Aemilianus

Trotz der kurzen Regierungszeit werden über 60 Münztypen herausgegeben. Alle Münzen sind jedoch selten

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  400 - 750 ca. 230 - 350 ca. 75 - 125
Bronzemünzen
(normale Typen)
ab ca. 1250 ca. 600 - 900 ca. 250 - 350
Goldmünzen extrem selten!    

 

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Caius Publius Licinius Valerianus I.

Valerian

Ex Sammlung Schmidtkonz

geb. 188, gest. ca. 260 n. Chr in persischer Gefangenschaft
reg. 253 - 260 n.Chr.


Der Gefangene der Perser

Geschichte

Valerianus, Kommandeur am Oberrhein wird 253 von Trebonianus Gallus gegen den Usurpator Aemilianus zu Hilfe gerufen. Die Hilfe trifft zu spät ein, aber auch Aemilianus wird von seinen eigenen Truppen ermordet. Valerianus wird zum neuen Kaiser ausgerufen.
Er ernennt er seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten. Das römische Reich versinkt in der Folgezeit, fast an allen Grenzen durch fremde Völker bedroht, in ein regelrechtes Chaos. Pest und Korruption fördern die mißliche Situation.
Auch die neu von Valerianus gestartete Verfolgung der Christen hilft nicht weiter.
256 muß er Rom mit einer Streitmacht Richtung Osten verlassen, während sein Sohn im Norden den Limes verteidigt. Sein großer Gegner ist in den nächsten Jahren im Osten der persische König Schapur I.
256 nehmen Schapurs Armeen sogar die syrische Provinzhauptstadt Antiochia ein.
259 versucht Valerianus Schapur von der Belagerung Edessas abzuhalten. Da jedoch die Pest ausbricht, sucht er eine Lösung auf dem Verhandlungsweg. Seine zu Schapur gesandten Unterhändler kehren mit einer Einladung Schapurs zurück. Daraufhin macht sich Valerian mit einem kleinen Gefolge auf dem Weg zu Schapur. Schapur nimmt ihn jedoch verräterisch gefangen.
Valerian stirbt schließlich in der Gefangenschaft ohne, dass sein Sohn Gallienus viel Anstalten macht ihn von der Gefangenschaft wieder freizulösen. Das römische Reich hat zu diesem Zeitpunkt einen neuen Tiefstpunkt erreicht. Der Bestand des Reiches scheint in großen Maße gefährdet zu sein.

Münzausgaben unter Valerianus

Es werden in Unmassen Antoniane mit extrem geringem Silbergehalt geprägt, da der Geldbedarf enorm ist. Selten sind Bronzen und Goldmünzen

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Silbermünzen
(normale Typen)
ca.  35 - 125 ca. 15 - 75 ca. 10 - 40
Bronzemünzen
(normale Typen)
ca. 200 - 500 ca. 125 - 250 ca. 50 - 125
Goldmünzen ca. 3000 - 7500 ca. 1750 - 4000 ca.1000 - 1500

 

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Publius Licinius Gallienus

gallienus.jpg (2740 Byte)

Ex Sammlung Thomas Schmidtkonz

geb. 218, gest. ca. 268 n.Chr (ermordet)
reg. 253 - 268 n.Chr.

Der Krisenmanager in einer krisengeschüttelten Zeit

Geschichte

Gallienus wird 218 als Sohn des Valerianus geboren. Valerianus ernennt 253 seinen Sohn Gallienus zum Mitregenten. Das römische Reich versinkt in der Folgezeit, fast an allen Grenzen durch fremde Völker bedroht, in ein regelrechtes Chaos. Pest und Korruption fördern die mißliche Situation.
256 muß Valerianus Rom mit einer Streitmacht Richtung Osten verlassen, während Gallienus im Norden den Limes verteidigt. 259 wird Valerian von den Persern gefangen genommen ohne, dass sein Sohn Gallienus viel Anstalten macht ihn von der Gefangenschaft wieder freizulösen. Das römische Reich hat zu diesem Zeitpunkt einen neuen Tiefstpunkt erreicht. Der Bestand des Reiches scheint im großen Maße gefährdet zu sein.
Gallienus kämpft zwischenzeitlich am Rhein und in Dakien, wo er die Anstürme der Barbaren mehr oder weniger abwehren kann. Gallienus und Valerian haben bereits das Reich zwischen sich aufgeteilt. Gallienus kümmert sich dabei bis Valerians Tod hauptsächlich um den Westen des Reiches.
Noch schlimmer wird es als die Franken zwischen 257 und 259 Gallien, Spanien überrennen und sogar bis nach Nordafrika einbrechen. Parallel dringen die Alemannen bis zum Brennerpass vor. 259 kann er diese vermutlich bei Mailand entscheidend schlagen.
Im Jahr 260 erreichen die Katastrophen einen Höhepunkt. Da Gallienus keinen Finger für seinen gefangenen Vater krümmt, putschen eine ganze Reihe von Heerführern. Der Putsch des Ingenuus in Pannonien kann noch niedergeschlagen werden. Danach folgt Regalianus in Oberpannonien, der sich zum Kaiser ausrufen lässt und auch kurz danach besiegt wird.
Inzwischen wird aber Postumus zum Kaiser ausgerufen. Sämtliche Westprovinzen (Britannien, Gallien, Spanien) schließen sich dem neuen Kaiser an, der so das eigenständige Gallische Sonderreich gründet. Der in den vielen Kämpfen schwerverwundete Gallienus muß tatenlos zusehen.
Macrianus, der kaiserlicher Generalquartiermeister im Osten ist, gelingt es die Invasion der Perser durch Schapur zu stoppen.
Nach diesem Sieg lässt er seine beiden Söhne Qietus und Macrianus dem Jüngeren zu Kaisern ausrufen.
Gallienus ruft nun Odaenathus zur Hilfe. Dieser besiegt Qietus. Die beiden Macriani, Vater und Sohn, werden in den Balkanländern besiegt, die Gallienus treu geblieben sind. Odaenathus führt zwischenzeitlich unter der Duldung Gallienus im Osten in Palmyra eine eigenständige Herrschaft. Er unternimmt ein große Anzahl von erfolgreichen Feldzügen gegen die Perser.
267 wird er zusammen mit seinem ältesten Sohn ermordet. Nun übernimmt seine Witwe Zenobia die Herrschaft in Palmyra.
Gallienus versucht ab diesem Zeitpunkt Palmyras Unabhängigkeit erfolglos zu beenden.
Die Jahre 267 und 268 sind von dem Einbruch eines riesigen Aufgebots der Goten geprägt. Sie stechen mit der Hilfe der Heruler mit einer riesigen Flotte in See und überfallen Griechenland und Kleinasien. Dabei werden sie nur mit Mühen daran gehindert Athen zu erobern.
Auf dem Rückweg in ihre Wohngebiete nördlich des Schwarzen Meeres stellt sie Gallienus und besiegt sie in der blutigsten Schlacht des Jahrhunderts bei Naissos vernichtend. Dabei verlieren 30000 - 50000 Goten ihr Leben.

Nach diesem glänzenden Sieg putscht Aureolus der Kommandeur der Kavallerie in Italien. Gallienus marschiert dem General entgegen und belagert ihn in Mailand. In diesem kritischen Augenblick putschen hohe Offiziere gegen ihn und ermorden ihn. Auch die späteren Kaiser Claudius Gothicus und Aurelianus scheinen dabei Mitwisser gewesen zu sein.

Gallienus reformiert während seiner Herrschaft auch das Militärwesen, indem er eine schwere Reiterei einführt.
Wirtschaftlich erreicht das römische Reich während seiner Herrschaft einen nie dagewesenen Niedergang. Die Antoninane sind am Ende seiner Herrschaft nur noch Kupfermünzen, die man rasch in ein Silberbad eintaucht. Diese dünne Silberlegierung blättert jedoch schon bei normaler Zirkulation sofort wieder ab.

Gallienus ein Mann von besonderen geistigen Fähigkeiten bewältigte energisch und umsichtig noch nie da gewesene politische und militärische Krisen in einer für diese Zeit erstaunlich langen Herrschaft von 15 Jahren. Daneben fand er noch Zeit für den Versuch einer kulturellen Erneuerung des Landes. So war er ein großer Verehrer des griechischen Philosophen Plotin. Im Gegensatz zu seinem Vater verhielt er sich auch den Christen gegenüber tolerant.

Seine den Umständen entsprechenden großen Leistungen wurden von der Nachwelt speziell der Historia Augusta total verkannt.

Münzausgaben unter Gallienus

Es werden in Unmassen Antoniane geprägt, die lediglich in ein Silberbad gelegt wurden. Anfangs noch Billonmünzen verkümmern die Antioniane am Schluss zu Kupfermünzen mit einem Gewicht von ca. 2,6 g. Die Typenvielfalt ist riesig. Man zählt allein ca. 1400 Reichsausgaben. Es gibt dabei viele mit besonders interessanten Motiven wie z.B. eigenwilligen Tierdarstellungen. Hier ergibt sich ein besonders interessantes und erschwingliches Sammelgebiet.

Alle Goldmünzen und Medaillons (Silber und Bronze) sind Raritäten.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
ab ca.  40 ab ca. 25 ab ca. 10
Mittel- oder Großbronzen
(normale Typen)
ca. 250 - 500 ca. 150 - 350 ca. 75 - 175
Goldmünzen ca. 2500 - 5000 ca. 1500 - 3500 ca. 850 - 2000

 

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M. Aurelius Claudius II Gothicus

Ex Sammlung  Thomas Schmidtkonz

geb. ca. 214, gest. ca. 270 n.Chr (an der Pest gestorben)
reg. 268 - 270 n.Chr.

Der Gotenbezwinger

Geschichte

Claudius wird ca. 214 oder 215 (eine andere Quelle spricht auch von 219) in Illyrien geboren. 
Er wird als erster die nun folgende Kette von äußerst fähigen illyrischen (albanischen) Soldatenkaiser anführen, denen es noch einmal gelingt die Lage im krisengeschüttelten Weltreich für über 100 Jahre zu stabilisieren.
Claudius wird zum Teil wohl berechtigt aber auch unberechtigt von der späteren Historia Augusta in höchsten Tönen gelobt. Der Grund ist, dass der spätere Kaiser Konstantinus der Große vorgab ein Abkömmling von Claudius Gothicus zu sein um seine einfache Abstammung zu "veredeln".
Claudius dient sich schon in der Armee des Trajanus Decius hoch. Er scheint mit an der Verschwörung des Aureolus die zur Ermordung des Gallienus in Mailand führt, beteiligt gewesen zu sein. Nach dem Mord wird jedoch er von den Truppen zum Kaiser ausgerufen. 
Er eilt vom 30 km entfernten heutigen Pavia nach Mailand, wirft die Anhänger des Aureolus zusammen mit den alten Anhängern des Gallienus nieder und lässt diesen hinrichten.
Kurz danach verhindert er einen Einbruch der Alemannen, die er am Gardasee vernichtend schlägt. 
Es geling ihm auch vom abtrünnigen gallischen Sonderreich die Provinz Spanien ins römische Reich zurückzuführen. Aber schon droht neues Ungemach von den momentan schlimmsten Störenfrieden den Goten. In Marcianopolis gelingt es ihm über sie rücksichtslos herzufallen, als diese dort Vorräte auffüllen wollen. Für diesen umfassenden Sieg erhält er den Ehrennamen Gothicus.
Als mehrere Germanenstämme die Donau überschreiten übergibt er das Kommando für den Gotenkrieg Aurelianus und eilt ihnen entgegen. Dabei erkrankt er an der Pest und stirbt.

Münzausgaben unter Claudius Gothicus

Es werden weiterhin in Unmassen Antoniane geprägt, die fast nur noch aus Kupfer bestehen. Davon werden etwa 300 Typen gezählt. Mittel- und Großbronzen sind selten. Goldmünzen wurden wohl nur für Festgaben geprägt und sind daher entsprechend rar.

 

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
ab ca.  35 ab ca. 20 ab ca. 12
Mittel- oder Großbronzen
(normale Typen)
ca. 450 - 550 ca. 280 - 350 ca. 140 - 200
Goldmünzen ca. 6000 ca. 3800 ca. 2500

 

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M. Aurelius Claudius Quintillus

Antonian des Quintillus
Inschriften: 
IMP QVINTILLVS AVG
Rückseite rechts stehende Diana mit Inschrift DIANA LV-CIF
Münzzeichen P
Bildquelle: www.cngcoins.com und WIKIPEDIA

geb. unbekannt (nach 215), gest. 270 n.Chr (Selbstmord)
reg. 270 n.Chr. (Januar bis ca. März/April)

Der kleine Bruder

Geschichte

Der jüngere Bruder des Claudius Gothicus kommandiert offensichtlich die Truppen in Norditalien, die gegen die eindringenden Germanen zusammengezogen sind. Nach dem Tod seines Bruders wird er von den Truppen zum Kaiser ausgerufen und seine Wahl vom Senat bestätigt.
Der überaus erfolgreiche Feldherr Aurelianus, der sich schon bei der Wahl des Claudius Gothicus zum Kaiser übergangen fühlte, lässt sich von seinen Soldaten ebenfalls zum Kaiser ausrufen. Aurelianus weilt mit äußerst starken Truppen in Pannonien im Kampf gegen die Goten.
Verängstigt desertieren die Truppen des Quintillus. Schließlich bleibt ihm nichts mehr anderes übrig als sich die Pulsadern zu öffnen als sich die Einheiten des Aurelianus nähern.
Die Regierungszeit wird von Entropius mit 17 Tagen angegeben, während die Historia Augusta ihm 19 Tage zugesteht.
Ein andere Quelle spricht von 77 Tagen. Wegen der vielen Münzausgaben ist aber von einer Herrschaftsdauer bis ca. März / April 270 auszugehen.
Ein Papyrus vom Mai 270 spricht dann schon von Quintillus Tod.

Münzausgaben unter Quintillus

Es kommen erstaunlich viel verschiedene kupferne Antoniane aus seiner kurzen Regierungszeit vor. 
Richtige Silbermünzen und Großbronzen sind nicht bekannt. Es ist ein Typ von Goldmünze bekannt: Ein Aureus mit der Inschrift CONCORD EXER.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
100 - 250 60 - 140 30 - 70
Mittel- oder Großbronzen
(normale Typen)
- - -
Goldmünzen extrem selten    

 

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Lucius Domitius Aurelianus

Antonian des Aurelianus
Sammlung Thomas Schmidtkonz

geb. 207 oder 214 n. Chr., gest. 275 n.Chr (ermordet)
reg. 270 - 275 n.Chr. 

Das militärische Genie

Geschichte

Aurelianus wurde vermutlich nicht in Sirmium 207 n.Chr. geboren wie bestimmte Quellen behaupten sondern wohl erst 214 in der weiter donauabwärts gelegenen Provinz Untermösien. 
Die Historia Augustus weiß bereits zu seiner Zeit als General unter Gordianus III viel von seinen entscheidenden Siegen zu berichten. Das meiste davon entstammt aber wohl aus der Fabelwelt. Unbestreitbar wird aber im Laufe seiner Herrschaft sein strategisches Geschick und sein legendärer Ruf als Feldherr sein. Seit Trajan gab es kein so großes militärisches Genie mehr.

Er wirkte wohl als Mitwisser am Sturz des Gallienus mit und wurde von dessen Nachfolger Claudius Gothicus zum "Reiteroberst" befördert, was damals eine sehr hohe Stellung war. Das war wohl auch nötig um ihn ruhig zu stellen, da er sich wohl selbst Hoffnungen auf den Kaisertitel gemacht hatte.
Aurelianus unterstützt Claudius erfolgreich im Krieg gegen die Goten, als dieser bereits so früh an der Pest stirbt.
Als Quintillus der Bruder des Claudius den Thron beansprucht beendet er in Kürze erfolgreich den Krieg gegen die Goten und lässt sich selbst von seinen ihm ergebenen starken Truppen in Sirmium zum Kaiser ausrufen. Er richtet seine Truppen gegen Quintillus dessen Anhänger bereits desertieren bevor die Truppen des Aurelianus eintreffen. Quintillus begeht Selbstmord und Aurelianus ist der nun der alleinige Herrscher.
Als erste militärische Handlung muss er die über den Brennerpass  eingedrungenen Juthungen vertreiben bevor er sich in Rom vom widerwilligen Senat als Kaiser bestätigen lassen kann.
nachdem er die Vandalen von den Donauprovinzen vertrieben hat dringen schon die Alamannen, Markomannen und wahrscheinlich auch schon wieder Juthungen wieder über den Brenner. Sie locken Aurelianus in einen Hinterhalt und fügten ihm die einzige schwere Niederlage seiner militärischen Karriere bei. Nun steht für diese wilden Horden plötzlich der Weg nach Rom offen. Statt aber diese Gelegenheit zu nutzen splittern sich die Germanen beutegierig und plündernd in der Umgebung auf. So kann Aurelianus eine Horde nach der anderen aufreiben und die schreckliche Gefahr der Plünderung des ungeschützten Roms abwenden.
Da Rom schon seit Jahrhunderten keine Stadtmauer hat, lässt Aurelianus nun ab 271 eine große Stadtmauer errichten. Diese wird erst nach seiner Herrschaft fertig gestellt.
Aurelianus muss nun einige Aufstände von Usurpatoren niederwerfen die selbst nach dem Kaiserpurpur streben bis er schließlich gegen das Sonderreich von Palmyra ziehen kann. Das Reich der Kaiserin Zenobia im heutigen Syrien und Ägypten hatte sich zu Zeiten des Gallienus von Rom losgelöst. In zwei Kriegen zwingt er Zenobia nieder und erbeutet dabei unermäßliche Reichtümer die sogar eine Zeitlang den Silbergehalt der römischen Münzen etwas bessern. Zenobia wird im Triumphzug in Rom vorgeführt.
Auch Tetricus, der letzte Kaiser des gallischen Sonderreiches, darf unfreiwillig am Triumphzug in Rom teilnehmen, nachdem Aurelianus auch dieses Reich besiegt hat und so die Einheit Roms wieder hergestellt hat.
Auch innenpolitisch erringt Aurelian einige Erfolge in dem der das Münzwesen verbessert, die Staatsschulden beseitigt und die Nahrungsmittelversorgung der Großstadt Rom reformiert.
Aurelian ist religiös und monotheistisch veranlagt und fördert so die Verehrung des Sonnen Gottes (Sol invictus = unbesiegte Sonne) wie man heute noch auf vielen Münzbildern gut sehen kann.

Im Sommer 275 will Aurelian gegen die Perser ziehen um die Provinz Mesopotamien zurückzugewinnen. Dabei ertappt er seinen Privatsekretär Eros bei einer Lüge und droht ihn streng zu bestrafen. Aus Angst organisiert Eros die Ermordung Aurelians und so sticht ein Thraker namens Mucapor Aurelian nach einer fünfjährigen Zeit der Triumphe, woraus Rom wieder erstarkt herausgegangen ist. 
Die Münzinschrift RESTITVTOR PACATOR ORBIS gibt das treffend wieder: Wiederhersteller und Friedensbringer des Erdkreises, wobei im Denken der Römer der Erdkreis und das römische Reich ein und dasselbe waren.

Münzausgaben unter Aurelianus

Es ist eine Verbesserung der Münzen ab etwa 271 zu erkennen. Es gibt etwa 300 verschiedene Münztypen. Antoniane sind häufig. Seltener sind Denare, Quinare und Mittel- und Großbronzen.  Besonders selten sind wie so häufig die Goldmünzen.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
75 - 180 30 - 75 20 - 40
Denare und Quinare
(normale Typen)
125 - 250 90 - 140 30 - 650
Mittel- oder Großbronzen
(normale Typen)
400 - 1500 230 - 800 75 - 250
Goldmünzen 2800 - 7500 1750 - 6000 1250 - 4500

 

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