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Drei glückliche Finisher: |
Ein
Dorf - Halbmarathon
21,0975 km |
Mein vierter
Halbmarathon
Katzwang 18.6.2000 in 1:50:52
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| Bereits zwei Wochen nach der Hölle
von Regensburg fühlte ich mich wieder fit für einen kleinen
Trainingswettkampf. Ich entschloss mich kurzfistig für diesen Lauf, da auch meine Freunde Erwin und Joachim teilnehmen wollten |
8:00 - 9:00
Diesmal
hatte ich eine richtige Begleitmannschaft dabei. Meine Mutter und ihr Hund Amadeus, der auch ein Hund namens Beethoven heissen könnte, erklärten sich bereit mich bei diesem Halbmarthon anzufeuern. Das Wetter war bereits kurz vor der Startzeit um 9:00 wieder so heiss, dass ich eine Neuauflage der Bedingungen von Regensburg befürchtete. Immerhin war es nicht schwül und da die Strecke meist durch Wald führte, waren die Bedingungen bei weitem nicht so schlecht und konnten insgesamt fast als gut bezeichnet werden. |
9:00 - 9:55 KM 0 - KM 10 Zeit: 54:30
Als
der Startschuss fällt, halte ich mich anfangs sehr zurück, da es
aufwärts geht und ich noch gebranntes Kind von Regensburg bin.Bereits nach einem halben Kilometer drückt mich die Blase so sehr, dass ich einen Schwenk nach rechts zum Wasserlassen mache. Da ich ohnehin schon sehr weit hinten bin, läuft nun auch noch das hinterste Feld an mir vorbei und schließlich noch eine Radfahrerin von den Veranstaltern, die das Feld von hinten überwacht. Ich bin nun der "Allerletzte". Ich finde es witzig nun die "rote Laterne" tragen zu dürfen. Da ich ja die ersten 5 Kilometer sehr langsam angehen wollte, kann ich nun trotzdem nicht einfach losstürmen. Wenigstens habe ich die Radfahrerin schnell wieder eingeholt und scherze etwas mit ihr. Nach und nach überhole ich nun das hinterste Feld von ca. 20 Läufern und Läuferinnen bis etwa Kilometer 5, den ich nach ca. 28:30 passiere. Als ich das hinterste Feld hinter mich gelassen habe, stehe ich ganz alleine da. Vor mir ist keiner mehr zu sehen. Die nächst schnelleren Läufer sind fast einen Kilometer von mir entfernt. In totaler Einsamkeit versuche ich nun den Anschluss zu finden und forciere das Tempo auf fast einen Fünfminutentakt. Diese Einsamkeit ist recht frustrierend. Wenigstens feuern mich die Streckenposten an, denen ich zulächle. |
9:55 - 10:50 KM 10 - KM 21,0975 Zeit: 1:50:52
Als
ich langsam Anschluss zu den nächsten Läufern finde, kommen mir bereits
die schnellsten Läufer entgegengeschossen, da es nach einer Schleife ein
Stück auf dem alten Weg zurückgeht. Einer dieser sich mit Lichtgeschwindigkeit vorwärtsbewegenden Speedrunner ist Erwin, der mir flügelschlagend entgegenkommt und mich als Tommy the Eagle anfeuert. Dabei werden bei mir Erinnerungen an den englischen Skispringer Eddy the Eagle wach. Auf den nächsten Kilometern läuft dann alles ziemlich routinemäßig ohne große Höhepunkte ab. Dabei überhole ich noch einen ganzen Schwung von Läufern und Läuferinnen. Nach der letzten Tränke um Kilometer 18 geht es ein steiles Stück bergauf, so wie die ganze Strecke etwas auf und ab geht, was gegenüber total flachen Rennstrecken doch etwas Zeit kostet. Ich überhole noch ein paar Läufer und Läuferinnen und erreiche
Kilometer 20 bei ca. 1:46. Ich glaube bereits nicht mehr daran eine neue
persönliche Bestzeit laufen zu können, was ich eigentlich bei diesem
Lauf gar nicht wollte. |
Nachlese
Glücklich
überschreite ich das Ziel, wo ich bereits freudig von Amadeus begrüßt
werde.Ich bin stolz, dass mich seit Kilometer 0,5 keiner mehr überholt hat und ich doch noch fast 40 Läufer einholen konnte. Schließlich sehe ich auch Erwin und Joachim. Beide habe ihren Trainingswettkampf erfolgreich in 1:22:16 bzw. 1:41:55 beendet. Für Joachim ist dies ebenfalls eine neue Bestzeit. Erwin lief dagegen nicht voll, da er immer noch etwas an Nachwehen des Saharamarthons (sechs- oder siebenfacher Marathon!) litt. Wir fühlen uns nun für weitere Wettkämpfe fit und freuen uns schon auf die Marathonsaison im Herbst. |
Tipps und Tricks für Marathoneinsteiger
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