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Der eigentliche Vietnamkrieg von 1964 - 1975 auf Briefmarken

Geschichtliche Zeugnisse auf Briefmarken von einem langen und schrecklichen Krieg in Indochina 
von Thomas Schmidtkonz

Springender Soldat, Portomarke aus Nordvietnam von 1965

Granatwerferstellung bei der Tet Offensive 1968

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Inhaltsübersicht       

Der amerikanische Vietnamkrieg 1964 - 1972 Der "vietnamisierte" Vietnamkrieg 1973 - 1975 Zurück zur Hauptseite zum Thema Vietnamkrieg auf Briefmarken

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Der amerikanische Vietnamkrieg 1964 - 1972

Der Zwischenfall

Der Zwischenfall am Golf von Tonking im August 1964 markiert den Anfang des grausamsten Teils der Indochinakriege. Dabei wird ein angeblicher Angriff von nordvietnamesischen Patrouillenbooten auf einen US Zerstörer zum Vorwand genommen massive Bombenangriffe auf Nordvietnam zu starten. Die USA setzen diese Bombenangriffe auch in den Folgejahren fort und landen gleichzeitig Bodentruppen bis zu einer Maximalstärke von 543.000 Mann im Jahr 1968 in Südvietnam.

Nach dem Motto "Sichten und Vernichten" sollen diese gegen die Truppen des Vietcongs vorgehen. Meist hapert es schon mit dem "Sichten", da die US amerikanischen Truppen gegen einen weitgehend unsichtbaren Feind vorgehen müssen, der sich gegen massive Flächenbombardements und Artilleriebeschüsse wie die Maulwürfe eingräbt.

B52 - Bomber

B52 - Bomber, der Bomben abwirft (Bildquelle: www.af.mil )

Tet Offensive

Der Glauben der westlichen Öffentlichkeit wird durch die Tet Offensive im Januar 1968 massiv untergraben, als starke Truppenverbände des Viet Cong überraschend viele strategisch wichtige Punkte in Südvietnam angreifen. Dabei wird sogar die US amerikanische Botschaft in Saigon für mehrere Stunden besetzt. Selbst die alte Kaiserstadt Hue wird vorübergehend von Nordvietnamesischen Verbänden besetzt und 40 Tage lang gegen die wütenden Anstürme der US Marines gehalten. Diese allerdings nur vorübergehenden Erfolge hinterlassen bei breiten Schichten der US amerikanischen Bevölkerung einen kollektiven Schock. Sie sehen nun, dass der Krieg keineswegs bald gewonnen ist. Vom rein militärischen Standpunkt aus gesehen ist diese Offensive jedoch für Nordvietnam ein Fiasko. Einerseits hat sich die südvietnamesische Bevölkerung nicht wie erhofft dem Aufstand angeschlossen, andererseits müssen sämtliche Eroberungen wieder aufgegeben werden. Außerdem ist die Zahl der Opfer auf Seiten der Kommunisten riesig und unzählige Agenten des Vietcong mussten ihre Identität preisgeben.
Aber der Schock in der amerikanischen Bevölkerung wiegt ungemein schwerer und löst nun die weltweiten Proteste der Öffentlichkeit gegen diesen schmutzigen Krieg aus.

Nixon und der Krieg in Kambodscha

Der Nachfolger von Johnson als Präsident der USA Richard Nixon und dessen Außenminister Henry Kissinger strecken ab 1969 Friedensfühler aus. Außerdem  wollen sie verstärkt US amerikanische Truppen abziehen, um den Krieg mehr und mehr zu "vietnamisieren". Gleichzeitig suchen beide weiterhin Wege den Krieg doch noch auf irgendeine Weise zu ihren Gunsten zu entscheiden. Dabei begehen sie 1970  auf Anraten des CIA den unverzeihlichen Fehler das neutrale Kambodscha in den Krieg mit hineinzuziehen.
Einerseits führen Teile des Ho-Chi-Minh-Pfad, der als Versorgungsweg vom Norden für die Truppen im Süden dient durch Kambodscha. Auf der anderen Seite zieht sich der Viet Cong oft auf kambodschanisches Gebiet zurück, wo sie dann nicht mehr bekämpft werden können.
So kommt es zu einem Putsch gegen dem neutral eingestellten Prinz Sihanouk von Kambodscha. Der neue starke Mann von Kambodscha Lon Nol ruft nun US - Truppen ins Land. Dies ist das Startzeichen für die Rote Khmer, der kommunistischen Aufstandsbewegung in Kambodscha. In Kürze erobert sie mit nordvietnamesischer Unterstützung weite Teile des Landes. Am Schluss hält sich nur noch die Hauptstadt Phnom Penh gegen die Kommunisten.

Eskalation 1972 und der Waffenstillstand 1973

In den Folgejahren wogen die Kämpfe hin und her, während die USA ihre Truppenpräsenz immer mehr abbaut. Im Jahr 1972 kommt es noch mal zu einer Eskalation, als die USA nach einer Großoffensive des Nordens massive Flächenbombardements auf Nordvietnam wieder aufnimmt.
Dadurch soll auf Nordvietnam soviel Druck ausgeübt werden, dass die Regierung Nordvietnams das über Jahre hinweg ausgehandelte Waffenstillenstandabkommen in Paris unterschreibt.
Am 27.1.1973 wird dann endlich der Waffenstillstand unterschrieben. Es folgt in Paris eine große Vietnamkonferenz.

Ein Partisanenlager des Vietcong. Ausgabe von Nordvietnam

Norman R. Morrison und ein Demonstrationszug gegen den Krieg in den USA. Norman R. Morrison verbrannte sich selbst am 2.11.1965 vor dem Pentagon, um gegen die Bombenangriffe zu protestieren.
Ausgabe von Nordvietnam von 1965

Bei den massiven Bombenangriffen der amerikanische B52 - Bomber wurden von Nordvietnam angeblich 4181 feindliche Flugzeuge abgeschossen, wie die linke Briefmarkenausgabe von Nordvietnam vom Jahr 1973 feiert. In Wirklichkeit waren es "nur" knapp 1000 verloren gegangene Flugzeuge. Es wurden auch nur sehr wenige B52 - Bomber abgeschossen, entgegen der Darstellung auf der linken Marke.

Hier wird der 500. (1965) und 1500. Abschuss (1966) gefeiert.

Der legendäre B52 - Bomber, der selbst im Irakkrieg noch zum Einsatz kam und  im Hintergrund Starfighter auf dieser Briefmarkenausgabe der USA

In dieser Ausgabe von Nordvietnam von 1966 wird die Verteidigung der Inselfestung Con Co heroisiert.

Propagandamarke Nordvietnams vom 1965 gegen die USA. Eine afrikanische und asiatische Faust zerdrücken die USA, die als Schlange mit $-Zeichen symbolisiert wird.

Granatwerfer in Feuerstellung bei der Tet Offensive 1968

Ausgabe Südvietnams von 1970 zu den Wiederaufbauarbeiten nach den Zerstörungen der Tet-Offensive

Ausgabe Südvietnams 1969 zur Generalmobilmachung, die nötig wird als die USA damit beginnen die eigenen Truppen abzuziehen

Auch die "Nationale Befreiungsfront" (Front National de Libération, FNL), also der Viet Cong gab eigene Briefmarken aus.

Weitere Briefmarkenausgaben des Viet Cong

Nordvietnam wurde von den sowjetisch orientierten kommunistischen Ländern unterstützt wie diese Briefmarkenausgaben der DDR zeigen. China verhielt sich gegenüber Vietnam dagegen zurückhaltend und unterstützte speziell ab 1976 die Rote Khmer in Kambodscha.

Ab 1966 vercharterte die HADAG Motorschiff Helgoland  an das Deutsche Rote Kreuz, welches das Schiff  im Auftrag der Bundesregierung bis 1972 als schwimmendes Lazarett  in Südvietnam einsetzte. Dazu gab es auch Schiffspostbriefe wie diesen hier von 1967.

1971 feierte man auf der Helgoland den fünfjährigen Einsatz des Lazarettschiffs mit diesen Stempel auf dem Brief. Das Schiff war dann noch bis 1972 im Einsatz.

Der "vietnamisierte" Vietnamkrieg 1973 - 1975

Am 27.1.1973 wird in Paris der Waffenstillstand unterschrieben. Es folgt in Paris eine eine große Vietnamkonferenz. In deren Folge ziehen im April 1973 die USA die letzten Truppen ab. Trotz des Waffenstillstandes schwelt jedoch der Vietnamkonflikt weiter. 1974 eröffnen zuerst die Rote Khmer in Kambodscha und schließlich auch Nordvietnam in Südvietnam neue Offensiven. Als im März 1975 Militärstützpunkte Südvietnams im Hochland von Annam fallen, stürzt alles wie eine Kartenhaus zusammen. Die Nordvietnamesen beginnen nun einen Blitzkrieg gegen den die südvietnamesischen Truppen nur noch vereinzelt Widerstand leisten. Auch in Kambodscha bricht alles zusammen. Die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh fällt Mitte April 1975 und schließlich am 30.4.1975 muss Südvietnam  in Saigon bedingungslos kapitulieren.

Rechts Briefmarkenausgabe zum 2. Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Waffenstillstands 1973. Ausgabe von Nordvietnam von 1975

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