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100 kg schwere Goldmünze auf der World Money Fair 2008 in Berlin

Impressionen von der World Money Fair in Berlin am 2.2.2008

Teil 3

Ein persönlicher Bericht von Thomas Schmidtkonz

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Leuchtturm Albenverlag

Inhalt

Einleitung und der Beginn des Berichts Die Münzprägeanstalten und Nationalbanken Die Münzprägeanstalten und Nationalbanken - Teil 2

Die Münzprägeanstalten und Nationalbanken - Teil 3

Giganten unter den Münzen Die Händler Zubehör, Literatur, Services und mehr Das XING Numismatiktreffen
Links      

Meine Erlebnisse und Eindrücke von der World Money Fair in Berlin Teil 3

Südkoreas bunte Münzsätze

Sehr bunt sind die Auslagen der Münzeprägeanstalt Korea.
Nicht weniger beeindrucken mich ein paar Stände weiter die ausgefallenen Neuprägungen der Pitcairn Islands zum aktuellen Jahr der Ratte und die Gedenkmünze für die Kalaschnikow von den Cook Inseln vom Jahr 2007.

Auch der kleinste Staat der Welt die Vatikanstadt stellt auf dem Stand des Vatican Numismatic Office seine Münzschätze vor. Gerade bei Euromünzsammlern sind die schwer oder nur teuer zu bekommenden Ausgaben heiß begehrt.

Künstler

Ohne Künstler keine Münzen - Herstellungsprozess von Münzen:

Um eine Münze oder Gedenkprägung herstellen zu können, entwirft zuerst ein Künstler eine Zeichnung der Münze. Ein weiterer Künstler fertigt mit der Zeichnung als Vorlage ein dreidimensionales vergrößertes Modell aus Gips der geplanten Münze oder Medaille. Das fertige Gipsmodell wird nun mit hochmoderner Computertechnik abgetastet. Eine Gravier-Fräsmaschine fräst dann den Ur-Prägestempel in der erforderlichen Größe. Man nennt diesen auch Urmatrize.
Aus dieser "Mutter aller Matrizen" erstellt nun die Prägeanstalt eine Arbeitspatrize – also eine Positivdarstellung. Mit dieser werden später je nach Höhe der Auflage eine mehr oder weniger große Anzahl von Prägestempeln hergestellt, während die Urmatrize sorgfältig aufbewahrt werden muss.

Die eigentliche Prägestempel bestehen aus ganz speziellen Werkzeugstählen und werden außerdem verchromt, damit sie die Münzen oder Medaillen in der erforderlichen Qualität prägen können ohne sich zu schnell abzunutzen.

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Gerade auf dem Stand der Münze Berlin führt man uns vor, wie kompliziert und aufwendig dieser Herstellungsprozess ist.

Hier setzt Heike Faas von Modellbau Faas ein zweidimensionales Bild in ein dreidimensionales Gipsmodell um, bevor daraus ein Prägestempel hergestellt werden kann

Eine Künstlerin der Münze Berlin entwirft gerade ein Gipsmodell für eine Medaille mit dem Berliner Eisbären Knut

Links Gipsmodell mit Eisbären als Motiv. Rechts daneben die "Urmatrize"

Die Giganten unter den Münzen

Unter den Münzen gibt es bekanntlich Winzlinge, die weniger als ein Gramm wiegen, aber auch Giganten. So wie so manche Stadt gerne den höchsten Wolkenkratzer haben möchte, will so manche Münzprägestätte die größte und schwerste Münze an besten gleich aus Gold hergestellt haben.

Ein Pionier der Großmünzen war sicher die Volksrepublik China. Mit ihrer 5 kg schweren Goldpandamünze bei einer winzigen Auflage von 10 Stück erregte sie schon 1991 bei der Sammlerwelt für Aufsehen.

5 kg schwere Gold-Panda Münze aus China, mit einem momentanen Goldwert von etwa 100.000 Euro

Heute haut das aber keinen Besucher der World Money Fair mehr vom Hocker, da z.B. die Münze Österreich eine 100.000 Euro Münze aus 31,1 kg bzw. 1000 Unzen reinen Gold vorstellt. Dies war einmal die größte Goldmünze der Welt.

Momentaner Goldwert etwa 620.000 Euro

Die österreichische 100.000 Euro - Münze ist nicht mehr  die schwerste Goldmünze, denn nun muss ein Besitzer der schwersten Goldmünze der Welt sich noch mehr im Gewichtheben   trainieren, bevor er mit dieser Münze einkaufen gehen kann.
Die Royal Canadian Mint hat nämlich in einer Auflage von maximal 10 Stück eine Goldmünze mit einem Gewicht von 100 kg herausgegeben.

Ein Exemplar davon steht bei der britischen Firma Jewellers Trade Services Partners unter www.coininvestdirect.com zum Verkauf.
Frau Direktor Sonia Hellwig erklärt mir, dass die Münze zu 99,999 % aus Gold besteht, mehr als 3 Zentimeter dick ist und einen Durchmesser von 53 cm hat. Die 2007 hergestellte Münze hat einen Nennwert von einer Million Kanadischen Dollar und ist damit offizielles Zahlungsmittel in Kanada. Wer aber damit einkaufen will, zahlt zumindest momentan drauf, da der Goldwert der Münze zur Zeit der Messe bei über 2 Millionen Euro liegt.

Wer sein Geld in kleinere Gold- oder Silbermünzen anlegen will, kann natürlich hier ebenfalls fündig werden, wie nicht nur eine "etwas" kleinere 10 kg schwere chinesische Goldmünze von 2007 zum chinesischen Kalenderjahr des Schweins beweist.

Sonia Hellwig von Jewellers Trade Services Partners stellt mir die 100 kg - Münze vor

100 kg reines Gold aus Kanada

Mit 10 kg gerade mal der zehnte Teil davon aus China, aber immer noch mit einem Goldwert von etwa 200.000 Euro!

Weitere Gold- und Silbermünzen

Auf dem Weg zu den Münzhändlern frage ich mich, wann diese Gigantomanie bei den Münzen ins Gegenteil umschlägt. Man könnte doch im Zeitalter der Nanotechnologie mal Münzenwinzlinge mit einer Nominale von 10 -6 Dollar oder Euro prägen, die man nur noch mit dem Elektronenrastermikroskop betrachten kann ...
<== Teil 2 Teil 4 ==>

 

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