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Kunsthandwerk im Erzgebirge

Die Erzgebirgische Volkskunst war ursprünglich Teil der Bergbaugeschichte der Region. Noch heute sind die in Pyramiden, Schwibbögen, Räuchermännchen oder aber als einzelne Figuren dargestellten Motive Zeugnisse für den Ursprung der kunstvoll geschnitzten und gedrechselten Szenen.

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Schwibbogen haben sich im Laufe der Zeit verändert


Schwibbogen haben sich im Laufe der Zeit verändert / Bildquelle: www.erzgebirge-palast.de

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Geschichte und Entstehung

Bis etwa ins 18. Jahrhundert war der Abbau von Silber und anderen Erzen die Haupt - Einnahmequelle im Erzgebirge. Meist verrichteten junge Männer die körperlich anstrengende Arbeit in den Gruben. Mit dem Erreichen eines gewissen Alters und damit der Grenzen der körperlichen Belastbarkeit endete diese Tätigkeit und andere Verdienstmöglichkeiten mussten gefunden werden. Holz war als Rohstoff in ausreichender Menge vorhanden. So begannen ehemalige Bergleute, aufwändige Figuren zu schnitzen. Diese Motive stellten meist Szenen aus dem Alltag der Grubenarbeiter oder Geschichten aus der Bibel dar.

Bedeutung des Schwibbogens

Ein Beispiel für die Schnitzkunst ist der weltweit bekannte Schwibbogen. Der Name leitet sich von Schwebebogen ab und stellt den Eingang zum Stollen dar. Nach Schichtende hängten die Bergleute ihre brennenden Grubenlampen dort auf. An dem aus Holz geschnitzten Kunstwerk sind die Kerzenhalter auf und neben dem Bogen angebracht.

Alte Erzgebirgische Schwibbögen auf Kleinbogen der Deutschen Post der DDR

Alte Erzgebirgische Schwibbögen auf Kleinbogen der Deutschen Post der DDR von 1986 / Bildquelle: WIKIPEDIA

Unter dem Bogen werden Szenen aus dem Alltag der Arbeiter dargestellt. Familienmitglieder, die ihre täglichen Aufgaben verrichten, der Tagesablauf in der Grube oder auch Szenen aus dem Christentum, welches einen hohen Stellenwert im Leben der Familien einnahm. Diese detailgetreuen Kunstwerke wurden neben Pyramiden und Räuchermännchen durch fliegende Händler verkauft. So entstand ein kleiner Nebenverdienst.

Auch heute noch hat die Erzgebirgische Handwerkskunst eine große Bedeutung. Die nach wie vor per Hand gefertigten Kleinode sind mittlerweile weltweit so beliebt, dass sogar in Fernost billige Nachbildungen gefertigt werden. Diese sind wertlos, wohingegen die Originale als begehrte Sammlerobjekte gelten und durch ihre Einzigartigkeit im Laufe der Zeit eine Wertsteigerung erfahren. Auch im Internet gibt es eine große Auswahl an Schwibbogen, die genauso in Handarbeit hergestellt worden sind.

Nussknacker und Räuchermännchen

Neben Schwibbögen sind Pyramiden, Räuchermännchen und Nussknacker beliebte Kunstobjekte der Handwerkskunst aus dem Erzgebirge.

Bemalen von Räuchermännern in Seiffen, 1947

Bemalen von Räuchermännern in Seiffen im Erzgebirge im Jahr 1947 in der Schule des Weihnachtsmannes / Bildquelle: WIKIMEDIA und Bundesarchiv

Dabei werden mittlerweile jedoch nicht nur traditionelle Motive entworfen. So reicht der Markt von den klassischen Räuchermännern und Nussknackern zu ausgefallen Figuren, die beispielweise Berufe darstellen – oder sogar Filmfiguren wie etwa Yoda von Star Wars:

Ausgefallener Nussknacker: Yoda von Star Wars

Ausgefallener Nussknacker: Yoda von Star Wars  / Bildquelle: www.erzgebirge-palast.de

Museen der Erzgebirgischen Handwerkskunst

Die Entstehung und Tradition ist in mehreren Museen zu bewundern. Das beeindruckendste seiner Art ist das Spielzeugmuseum in Seiffen, aber auch in Schneeberg und anderen Städten können die kleinen Kunstwerke bestaunt werden.  So kann man im Nussknackermuseum Neuhausen im Erzgebirge den größten Nussknacker der Welt bewundern. Es ist der 10,10 m hohe und 3285 Kilogramm schwere Ritter Borso von Riesenburg.

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