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Der 2. Weltkrieg auf Briefmarken

Geschichtliche Zeugnisse auf Briefmarken vom schlimmsten Krieg der Menschheitsgeschichte
von Thomas Schmidtkonz

Das Thema Luftschutz ist bereits 1937 eine Briefmarkenausgabe wert.

Teil 1: Deutschlands Weg in den Weltkrieg

Deutsche Markenausgabe von 1938 zur Annexion des tschechischen Sudetenlandes

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Inhaltsübersicht       

Geschichte

Markenausgaben zum Thema

Geschichte

Als Hitler 1933 an die Macht kommt, strebt seine Außenpolitik von Anfang an konsequent auf eine Revision des Versailler Vertrages und der "Eroberung neuen Lebensraumes" im Osten hin.
Durch das zurückhaltende Auftreten der beiden westlichen Großmächte Großbritannien und Frankreich und deren Abrüstungspolitik ermuntert, kann Hitler bis 1939 eine ganze Reihe außenpolitischer Erfolge erzielen.

Bereits 1933 verlässt Deutschland den Völkerbund und sondert sich so von der Staatengemeinschaft ab. 
1934 versuchen die österreichischen Nazis mit deutscher Unterstützung die Macht in Österreich an sich zu reißen. Dabei wird der österreichische Reichskanzler Dollfuß ermordet. Dank Italiens massiven Auftreten für die österreichische Regierung scheitert dieser Putschversuch kläglich und Hitler muss eine außenpolitische Niederlage einstecken.

1935 wird in Deutschland die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Der Protest der Westalliierten bleibt trotz dieser massiven Verletzung des Friedensvertrag von Versailles nur sehr schwach. 
Aufmerksam verfolgt Hitler das inkonsequente Auftreten der Alliierten als Italien brutal Abessinien überfällt. Die Boykott-Maßnahmen sind dabei mehr als halbherzig und Deutschland kann nun als Blockadebrecher Italien auf seine Seite ziehen, in dem es wichtige Güter nach Italien liefert.

Österreichische Gedenkausgabe zur Ermordung des österreichischen Diktators und "Austro-Faschisten" Reichskanzler Dollfuß durch die österreichischen Nazis.
Hinter dem Wort Österreich sieht man das "Krückenkreuz", das das Emblem der Austro-Faschisten in Anlehnung zum deutschen Hakenkreuz war.

Durch das "dekadent schwächliche"  Auftreten der westliche Demokratien ermuntert, rückt 1936 die Wehrmacht ins entmilitarisierte deutsche Rheinland ein. Hätten nun die Alliierten massiv darauf reagiert, hätten sich die noch sehr schwachen deutschen Truppen sofort mit Schimpf und Schande kampflos zurückziehen müssen. So ein Misserfolg hätte sogar das Ende von Hitlers Herrschaft bedeuten können.

1936 putscht der faschistisch orientierte Franco in Spanien und löst den spanischen Bürgerkrieg aus, der bis zum Frühjahr 1939 anhält. 
Franco wird von Italien und Deutschland unterstützt, während die Sowjetunion und sog. Internationale Brigaden die sozialistische Gegenpartei in Spanien unterstützen. Die West-Alliierten versuchen weitgehend neutral zu bleiben. Als jedoch italienische U-Boote im Eifer des Gefechtes sogar alliierte Schiffe versenken, setzen Großbritannien und Frankreich Italien stark unter Druck.

Francisco Franco auf spanischer Briefmarke

Francisco Franco auf spanischer Briefmarke

Dieses ungewohnt bestimmte Auftreten der Westmächte beeindruckt offensichtlich auch Hitler und hält ihn 1936 und 1937 erst einmal vor weiteren Expansionen ab. Derweil lässt er den Westwall ausbauen, um den Rücken für eine Expansion im Osten freizubekommen und forciert gleichzeitig die Aufrüstung Deutschlands. Bald kann er stolz den Briten mitteilen, dass Deutschlands Luftwaffe nun schon stärker als die Groß Britanniens sei.

Ein Bomber der Legion Condor auf einem spanischen Flugplatz im Jahr 1939

Ein Bomber der Legion Condor auf einem spanischen Flugplatz im Jahr 1939
(Bildquelle - Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany )

1938 gelingt es ihm dann Österreich und das tschechische Sudetenland einzuverleiben. Mit der Sudetenkrise führt er Deutschland an den Rand eines Krieges. Nur das wiederholt schwächliche Nachgeben der Alliierten unter der Führung des britischen Premiers Neville Chamberlain und eine Vermittlungsaktion Mussolinis verhindern noch einmal den Krieg.
Im Frühjahr 1939 annektiert Hitler schließlich die restliche Tschechei und das Memelland.

Nun sind auch dem letzten Politiker der Alliierten die Augen so weit geöffnet, dass er erkennen muss, dass Hitlers Expansion nur mit Krieg Einhalt zu gebieten ist.

Bereits seit März 1939 tritt das Dritte Reich mit Forderungen an Polen heran. Das Deutsche Reich will die Freie Stadt Danzig angliedern und eine exterritoriale Verbindung zwischen Ostpreußen im Korridor einrichten lassen.
Polen bleibt jedoch hart und wird durch eine Garantiererklärung der Alliierten in diesem Handeln gestützt.

Als Hitler der außenpolitische Coup mit einem deutsch sowjetischen Nichtangriffspakt gelingt, in dem in einem geheimen Zusatzprotokoll die Interessensphären in Europa zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich aufgeteilt werden, hat er alle Hände frei.
In den Morgenstunden des 1.9.1939 beginnt er mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg.

Markenausgaben zum Thema

Rechts eine französische Nachkriegsausgabe zur Erinnerung an Georges Clemenceau. Er legte nach dem 1. Weltkrieg durch seine unnachgiebige Haltung gegenüber dem besiegten Deutschland bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Versailles 1919 mit die Saat zu einem zweiten großen Krieg der beiden damals so verfeindeten Völker Frankreich und Deutschland.
Bereits 1937 steuert das Deutsche Reich gezielt auf einen Krieg hin wie diese Briefmarkenausgabe von 1937 zum Thema Luftschutz untermauert. Neben der Aufrüstung soll auch die Abwehr- und Kriegsbereitschaft des deutschen Volkes gezielt geschürt werden.
Im Frühjahr 1938 annektiert Hitlers Deutschland Österreich und "holt die Ostmark heim ins Reich". Dies wird von großen Teilen der österreichischen Bevölkerung begrüßt, während gleichzeitig die jüdische Bevölkerung sofort massiv unterdrückt und verfolgt wird.

Eine deutsche Briefmarkenausgabe von 1938 zeigt dazu Landschaften der "Ostmark". Links Großglockner Gletscher und rechts das Denkmal von Prinz Eugen in Wien.

Diese österreichische Marke von 1988 erinnert an die Annexion Österreichs an das Deutsche Reich. Die Marke zeigt links den Stacheldraht eines Konzentrationslagers, eine Österreichische Flagge auf Halbmast und rechts Soldatengräber.

Als 1945 Österreich befreit wird, gibt es 1946 einen Briefmarkensatz heraus, der mit der Ausstellung "Niemals vergessen!" an die Schrecken der Zeit unter der Naziherrschaft erinnern soll. In der Mitte der brennende Stephansdom in Wien, der am 12.4.1945 abbrannte und 1952 wieder aufgebaut wurde.

1938 annektiert das Deutsche Reich das tschechische Sudetenland, in dem eine noch aus den Zeiten der österreichischen K. und K. Monarchie überwiegend deutsch sprechende Bevölkerung lebt. Hitler will damit einen Krieg anzetteln und zeigt sich sogar enttäuscht, als Großbritannien und Frankreich nachgeben. Er beklagt sich auch über den mangelnden Kriegswillen der deutschen Bevölkerung. Die meisten Deutschen haben immer noch die Schrecken des 1. Weltkriegs verinnerlicht.

Rechts Deutsche Markenausgabe von 1938 zur Annexion des tschechischen Sudetenlandes:

Bereits wenige Monate später annektiert Hitler die Rest - Tschechoslowakei. Aus dem tschechischen Teil wird  das von Deutschland dominierte sog. Reichsprotektorat Böhmen und Mähren gebildet, während die Slowakei als Satellitenstaat Deutschlands in die Unabhängigkeit entlassen wird. Auch Polen und Ungarn beteiligen sich an der "Zerfledderung" des ehemals tschechoslowakischen Staatsgebietes.
Polen ahnt dabei noch nicht, dass es als Hitlers nächstes Opfer an die Reihe kommen soll, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt schon der erste Konflikt um den polnischen Korridor zwischen Ostpreußen und Restdeutschland abzeichnet.

Rechts zwei Marken aus Böhmen und Mähren. Links noch eine Ausgabe  der alten Tschechoslowakei mit neuem Überdruck von 1939.

Rechts der slowakische Präsident Tiso  auf einer Briefmarke der von Deutschland abhängigen Slowakei. Jozef Tiso wird 1947 von der tschechischen Regierung als Verräter und Kriegsverbrecher hingerichtet.

Im März 1939 annektiert Hitlers Staat auch das bislang litauische Memelland rund um die Stadt Memel, da Memel bis zum Ende des 1. Weltkrieges deutsch war.

Dazu werden litauische Marken mit dem Aufdruck "Memelland ist frei" versehen:

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