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Varianten und Besonderheiten bei 2 Pf- Stücken

Von M.D.Lütgemeier
E-Mail: post@mdluetgemeier.de 

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Varianten bei 2 Pfennigstücken

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Varianten und Besonderheiten bei 2 Pf- Stücken

u.a. vom „Komma nach dem C“

Im Folgenden möchte ich kurz Auffälligkeiten bei 2 Pf- Stücken der Jahrgänge 1964 und 1965 darstellen, als Fortsetzung der Betrachtungen von Reliefvorwölbungen beim Jahrgang 1967 in einer der letzten Ausgaben der Variantenecke. Das Thema ist eng verknüpft mit den sogenannten „fetten Prägungen“, die Herr Brunotte angesprochen hatte.

Es ist wohl letztlich nicht ganz zu klären, ob diverse Prägeinstrumente eingesetzt worden sind oder nur unterschiedliche Prägedrucke in gewissen Zeitperioden geherrscht haben. Und doch lassen sich unter den genannten Jahrgängen einige Ausgaben klar von anderen gleichen Jahres und gleicher Prägestätte trennen. Stellvertretend habe ich heute einige mikroskopische Aufnahmen der Ausgabe 1964 D und 1965 D,F,G und J vorzustellen.

a) 1964 D

Mit etwas Phantasie und genauem Blick kann man die gesamte Auflage dieses Jahrgangs unterteilen in zwei Chargen. Die einen Münzen sind relativ fett geprägt, weisen sehr deutliche Formen bei der Ausgestaltung der Buchstaben auf mit tiefer Reliefstruktur und schließen zu ihrer Oberfläche hin mit einer leichten Konvexität ab. Das heißt, die Buchstaben der Umschrift sind nicht glatt wie eine Hochebene, sondern rundlich wie eine Bergkuppe nach oben, aus der Ebene heraus begrenzt. Die anderen Münzen - nennen wir sie einmal so - haben deutlich flacheres Relief, grazilere Formen mit durchweg dünnerer Ausformung der Einzelheiten und sind nach oben hin ganz glatt begrenzt, wie abgeschliffen. Die Abb.1 zeigt zwei Exemplare beider Formen bei gleicher Vergrößerung unter dem Mikroskop. Der obere Querbalken des „E“ und der Stamm des „P“ sind deutlich schmaler, und der lichte Zwischenraum, der vom Bogen des P gebildet wird, fällt unterschiedlich groß aus. In Abb.2 erkennt man Gleiches bei der Gestalt der Ziffer 4 der Jahreszahl. Beachten Sie auch die Größe des Punktes nach der 4 - bei der flachen Ausgabe fällt dessen Fläche um gut 20% geringer aus. Die folgenden Abb. 3 u. 4 zeigen etwas diskretere Verhältnisse an anderen Teilen der Schrift bzw. der Rückseite der Münze. An dem Buchstaben „A“ kann man fast Dreidimensionalität erahnen- die Belichtungsverhältnisse lassen fast die Konvexität der Oberfläche im ersten Bild erkennen. Beim Eichblatt ist der Mittelstiel im rechten Bild so schmal, dass er fast zu brechen scheint.

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4

b) 1965 D / F

Ähnliche Verhältnisse findet man bei den Ausgaben 1965 D und F. Man beachte die unterschiedlich ausgeformte Jahreszahl bzw. die Binnenräume der Ziffern 9 und 6 in Abb.5 und Abb.6. Bei der fetten Prägung mit konvexer Oberfläche sind die Flächen durchweg, wenn auch geringgradig, kleiner als bei der normalen Prägung mit flach begrenzten Buchstaben und Ziffern. Es fällt nicht schwer, eine Münze genau der einen oder anderen Art der Prägung zuzuordnen. Ein Beispiel für die Verwendung verschiedener Prägestempel dürfte auch in Abb.7 zu sehen sein - man beachte die unterschiedliche Spaltbreite und den mal schmalen, mal etwas breiteren unteren Bogenausläufer beim „C“.

Bei 1965 D existiert noch eine Besonderheit, die an die Ausgabe 1968 G mit „Punkt unter dem A“ erinnert. Hier ist es zwischen den Buchstaben C und H des Wortes Deutschland zu einer analogen Struktur gekommen, die man als „Komma nach dem C“ bezeichnen könnt e (Abb.8). In der Tat hat die kleine Verprägung die Konfiguration eines Kommas, in der Abbildung je einmal von oben und unten belichtet, und erinnert ebenfalls an den Prägefehler der 5 DM- Gedenkmünze Reichstag von 1971. Alle paar Hundert Münzen kommt dies e Verprägung vor. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass ein Sammlerkollege (D.Weber) im Mai diesen Jahres mitteilte, er habe innerhalb einer bankfrischen Rolle gleich 12 solcher Exemplare gefunden mit unterschiedlich deutlicher Darstellung des Kommas .

Abbildung 5

Abbildung 6

Abbildung 7

Abbildung 8

c) 1965 G

Der Vollständigkeit halber gehe ich mit der Abb.9 auf die Münzzeichenvariante bei 1965 G ein. Es handelt sich um zwei sehr gut voneinander unterscheidbare Münzzeichen. Bei genauer Inspektion findet man auch feine Unterschiede an den Grannen - so stellt sic h die mittlere der sieben Grannen bei der Variante mit dem dünnen Mzz. kurz vor dem Übergang in die Körner der (von der Münze aus gesehen) rechten Ähre durchgehend gleich dick dar, während bei der Variante mit dem dicken Mzz. diese Granne, kurz bevor sie i n die Körner übergeht, deutlich tailliert zur Ausprägung kommt.

Abbildung 9

d) 1965 J

In meinem Artikel über Reliefvorwölbungen habe ich bereits mehrere Variationen der Ausgabe 1965 J vorgestellt. Am eindrucksvollsten finde ich die seltene 15°- Stempeldrehung, bei der sich auf der Wertseite eine sehr auffallende Rauhigkeit darstellt (Abb.10 ). Von anderen Variationen besitze ich zumindest einige untereinander identische Exemplare, bspw. solche mit einer Art stauchungsbedingter Reliefvorwölbung, die fast rechtwinklig durch den Standfuß der Wertziffer läuft sowie solche mit Doppelkonturen der b ei Aufsicht rechten Ähre bis zum Buchstaben „G“ des Wortes Pfennig.

Abbildung 10

Die beiden folgenden Tabellen zeigen die Häufigkeit der Ausgaben 1964 und 1965 im Bereich Hannover- Braunschweig ( n= 280.000 Ex.).

Tabelle 1

Ausgabe

Häufigkeit auf 10000 Ex./ = %

Bewertung (ss)

1964 D 9,4 = 16 % 3,-
1964 F 13,6 = 23 % 2,-
1964 G 13,3 = 22 % 2,50
1964 J 22,9 = 39 % 1,-

Tabelle 2

Ausgabe

Häufigkeit auf 10000 Ex./ = %

Bewertung (ss)

1965 D 40 = 32 % 1,-
1965 F 19,3 = 15 % 1,50
1965 G 15,1 = 12 % 2,-
1965 J 51,1 = 41 % 0,50

Während aus 1964 knapp 60 Ex. auf 10.000 Stücke zu 2 Pf kommen, sind es von 1965 gut 125, also mehr als doppelt soviele. Dabei fällt der Löwenanteil auf die Ausgaben 65 D und 65 J.

Weitere Tabellen mit Bewertungen anderer Jahrgänge entsprechend ihrer relativen Häufigkeit sowie Bewertungen seltener Varianten und Stempelkopplungen habe ich auf meiner Seite www.mdluetgemeier.de  veranschaulicht. Bei den o.a. Angaben muss noch Berücksichtigung finden, dass manchmal ganze Rollen Kupferstücke angeboten werden zu sehr viel günstigeren Preisen. Es bleibt natürlich jedem überlassen, wie billig er seine Münzen weggeben möchte. Eines ist aber sicher: Wenn jemand eine Rolle gut bekommen hat, werden die Münzen entweder für immer in einer Sammlung verschwinden (so wie bei mir) oder aber nicht wieder so günstig abgegeben werden. Wer also noch ein Schnäppchen machen will, sollte sich beeilen, denn der Vorrat ist bereits jetzt zunehmend begrenzt, wie mei ne Erfahrungen zeigen. Über kurz oder lang werden nur noch kleine Mengen veräußert werden und das Preisniveau sich dem in M&P nähern. Warten wir es ab...

M.D.Lütgemeier

E-Mail: post@mdluetgemeier.de 

Links

www.mdluetgemeier.de   Bewertung und Darstellung von Varianten zu Kursmünzen der DM- Ära
Neu: Rezension: Die Deutsche Mark Hier wird ausführlich das für BRD Kursmünzensammler interessante Werk "Die Deutsche Mark" rezensiert


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