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Faszination Münzen des Königreich Bayern - Geschichte  der Münzen des Königreichs Bayern 1806 - 1918

von Thomas Schmidtkonz

Überblick über die bayerische Münzgeschichte und über das Sammeln von bayerischen Münzen für Münzsammler. Es werden bayerische Münzen aus der Zeit des Königreich Bayern von 1806 - 1918 vorgestellt. Es wird dabei auch auf die geschichtlichen Hintergründe eingegangen.

Bayerischer Dukat von 1814

Bayerischer Dukat von 1814

Bildquellen: Altdeutsche Münzen im Münz-Shop Manfred Olding und sammler.com

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Inhalt

Einführung Bayerisches Münzsystem Bayerische Könige Bilder und Streifzug durch Bayerns Münzgeschichte Fragen / Mails / Angebote / Kaufgesuche
Links Münzhauptseite Aktuelle Auktionslose von bayerischen Münzen    

Einführung zum Thema

Als vor gut 200 Jahren im Dezember 1805 in Pressburg ein Frieden zwischen dem Napoleonischen Frankreich und Österreich geschlossen wird, wird in Folge im August 1806 das Heilige Römische Reich Deutscher Nation mit seinem habsburgischen Deutschen Kaiser Franz II. aufgelöst.
Im Rahmen dieser Ereignisse wird das mit Frankreich verbündete Kurfürstentum Bayern neben dem  Herzogtum Württemberg zum Königreich erhoben. Ende 1806 folgte dann noch Sachsen als Königreich.
Der bayerische Kurfürst Maximilian IV. Joseph wird als Maximilian I. Josef bereits am 5. Januar 1806 in Bamberg zum ersten bayerischen König proklamiert. Damit beginnt eine über 112 Jahre währende Dynastie bayerischer Könige. Diese meist Kunst beflissenen Könige lassen Bayern nicht nur zu einem modernen Staat, sondern auch zu einem Land der Kunst, Kultur und Wissenschaft erblühen. Gerade viele Bauwerke aus der Zeit der beiden Könige Ludwig I. und dem legendären und weltfremden Märchenkönig Ludwig II. locken heute noch Besucher aus aller Welt nach Bayern.
Aber auch die Münzen dieser Zeit mit all ihren schönen und künstlerisch ansprechenden Motive begeistern auch heute noch viele Sammler.
Daher möchte ich einen kleinen Auszug aus der Vielfalt und Schönheit der Münzausgaben aus dieser Zeit vorstellen.

:-) Aber nun viel Spaß bei diesem Streifzug durch die Münzgeschichte des Königreich Bayern.

Wer schöne Bilder von königlich bayerischen Münzen hat, kann sie gerne zusenden. Wir veröffentlichen dieses dann mit Nennung des Fotografen.

Thomas vom Team sammler.com

Bayerischer Siegestaler von 1871

Bayerischer Siegestaler von 1871

Das bayerische Münzsystem

Bayerisches Münzsystem 1806 - 1871

8 Heller = 4 Pfennig = 1 Kreuzer

Ab 1837 (Währungsunion von 6 süddeutschen Staaten):
1 Gulden = 60 Kreuzer
1 Thaler = 1,75 Gulden bzw. Doppelthaler = 3 1/2 Gulden

Münzsystem des Deutschen Reichs und Bayerns von 1871 - 1918

Mit der Gründung des Deutschen Reichs wurde die Mark als Währungssystem eingeführt:

1 Mark = 100 Pfennig
1 Krone = 10 Mark
Ein Zeitlang (Taler bis 1907) blieben außerdem noch 1 Heller = 1/2 Pfennig und 1 Taler = 3 Mark gültig.

Die Bayerischen Könige

  • 1806-1825 Maximilian I. Joseph
  • 1825-1848 Ludwig I. Augustus
  • 1848-1864 Maximilian II.
  • 1864-1886 Ludwig II.
  • 1886-1913 Otto I. (wegen Geisteskrankheit (offiziell "Schwermut") regierungsunfähig)
    • 1886–1912 Regentschaft von Prinzregent Luitpold von Bayern
    • 1912–1913 Regentschaft von Prinzregent Ludwig III. von Bayern
  • 1913-1918 Ludwig III.

Mehr über die Bayerischen Könige bei WIKIPEDIA

Bilder und Streifzug durch die Münzgeschichte des Königreich Bayern

1806-1825 Maximilian I. Joseph

Der bayerische Kurfürst Maximilian IV. Joseph wird als Maximilian I. Josef am 5. Januar 1806 in Bamberg zum ersten bayerischen König gekrönt. Bayern wird in der Zeit von 1799-1817 entscheidend durch den Minister Maximilian Josef Montgelas geprägt. Dieser gilt als Schöpfer des modernen bayerischen Staates.

Alle Münzen dieser Zeit tragen ab der Ein Kreuzer Nominale auf der Vorderseite das Bildnis von König Max.

Bayerischer Dukat von 1814. Der bayerische Dukat mit einem Gewicht von 3,49 g und einem hohen Goldgehalt von 93,7 % wurde als internationale Handelsmünze genutzt.

20 Kreuzer von 1809.  Dieses 6,68 g schwere 20 Kreuzerstück mit einem Silbergehalt von 58,3 % wurde unverändert während der kompletten königlichen Regierung von Max von 1806 - 1825 geprägt. Unter seinen Nachfolgern wird diese Nominale nicht mehr geprägt.

Taler von 1824. Dieser Taler mit einem Gewicht von 29,34 g wird von 1822 - 1825 geprägt.

1825-1848 Ludwig I. Augustus

Unter König Ludwig I. erlebt die Kunst in Bayern eine Blütezeit. Nicht nur in München entstehen in dieser Zeit zahlreiche klassizistische Bauten, sondern auch Bauwerke wie die Walhalla und die Befreiungshalle bei Kehlheim ist über die Grenzen bekannt. 1848 muss Ludwig wegen seiner Liebesbeziehung zur Sängerin Lola Montez und Unruhen in München zurücktreten.
Unter seiner Herrschaft werden schöne "Geschichtstaler" zu besonderen Anlässen ausgegeben.
Ab 1837 wird mit der Währungsreform und Währungsunion von sechs süddeutschen Staaten das Gewicht der Talers reduziert und der Gulden zu 60 Kreuzer als neue Währungseinheit eingeführt.

Kronentaler von 1828. Der Kronentaler wurde von 1826 - 1829 geprägt und hatte mit 29,54 g Gewicht und 87,1 % Silberanteil mehr Silber als alle bayerischen Taler, die nach ihm folgten.

Geschichtstaler von 1829.  Diese Münze wurde zum Abschluss des Handelvertrags zwischen Bayern, Hessen, Preußen und Württemberg ausgegeben.

Geschichtsdoppeltaler von 1837 zur Währungsunion von sechs süddeutschen Staaten im Jahr 1837.
Dieser Doppeltaler ist nun nur noch 37,12 g schwer und hat einen Silberanteil von 90,0 %.

1848-1864 Maximilian II.

1848 übernimmt Maximilian II. nach der Abdankung seines Vaters die Regierungsgeschäfte. Außenpolitisch versucht er die Selbstständigkeit Bayerns im Deutschen Bund zu wahren. Innenpolitisch ist er wie sein Vorgänger ein Förderer von Wissenschaft und Kunst. So lässt er das bekannte Schloss Hohenschwangau wiederaufbauen. Unter ihm sind die Sonderprägungen nicht so zahlreich wie unter König Ludwig.

Doppelgulden von 1850. Der Doppelgulden wiegt 21,21g und besteht zu 90,0 % aus Silber.

Doppeltaler zu 3 1/2 Gulden von 1860. Trotz der Guldenwährung werden auch weiterhin Taler und Doppeltaler geprägt.

1864-1886 Ludwig II.

Der menschenscheue, Kunst liebende und mysteriöse König Ludwig II. geht wegen seiner weltberühmten Schlossbauten wie Schloss Linderhof, Herrenchiemsee und Neuschwanstein und seiner Vorliebe für Wagners Opern und die darin verarbeitete Sagen- und Märchenwelt als Märchenkönig in die Geschichte ein.
Unter Ludwig II. verliert Bayern im Jahr 1871 weitgehend seine Souveränität,  als Bayern nach dem Deutsch Französischen Krieg 1871 ins Deutsche Reich mit eintritt. Ludwig II. lässt sich den Verlust durch Bestechungsgelder aus dem Welfenfonds versüßen, womit er seine kostspieligen Schlossbauten teilweise finanzieren kann.

Nach 1871 wird im Deutschen Reich auch die Mark als einheitliche Währung eingeführt. Die Bundesstaaten behalten aber das Recht eigene Großmünzen mit eigener Vorderseite ab der 2 Mark - Nominale auszuprägen, wovon Bayern auch fleißig Gebrauch macht.

Ludwig selbst wird am 10.6.1886 entmündigt und stirbt drei Tage später unter mysteriösen Umständen im Starnberger See.

1 Taler 1866. Dieser Taler mit einem Gewicht von 18,52 g und einem Silbergehalt von 90,0 % wird in Varianten von 1864 - 1871 geprägt.

1 Taler 1871. Dieser sog. Siegestaler wurde aus Anlass des Sieges der deutschen Staaten über Frankreich am Ende des Deutsch- Französischen Krieges 1871 ausgegeben.

10 Mark 1873. Diese Goldmünze wiegt wie alle reichsdeutschen 10 Markstücke der Kaiserzeit 3,982 g und hat einen Goldanteil von 90,0 %.

1886 - 1913 (1916) Otto I.

Für den stark psychisch kranken Otto I. übernehmen sein Onkel Prinzregent Luitpold und ab 1912 sein Cousin und späterer König Ludwig III. die Regentschaft. 1913 wird Ludwig III. nach einer Verfassungsänderung zum König ernannt, während Otto ebenfalls den Königstitel behält, aber weiterhin nicht regieren darf. So hat Bayern von 1913 - 1916 nominell zwei Könige.  Am 11.10.1916 stirbt Otto. Münzen mit Ottos Bildnis werden aber nur bis 1913 geprägt.

5 Mark von 1908.
Alle 5 Markstücke des Deutschen Kaiserreichs haben ein Feingewicht von 25 g bei einem Silbergehalt von 90 %.
Die Münzen mit Ottos Bildnis sind wegen ihrer Häufigkeit selbst in guter Erhaltung immer noch zu annehmlichen Preisen erhältlich, obwohl sie bei Sammlern recht beliebt sind.

1886–1912 Regentschaft von Prinzregent Luitpold von Bayern

Prinzregent Luitpold von Bayern übernimmt ab der Absetzung Ludwig II. am 10.6.1886 und dann für Otto die Regierungsgeschäfte bis er 1912 im Alter von über 91 Jahren stirbt. Im Lauf seiner fünfundzwanzigjährigen Regierung versteht es der Prinzregent durch zur Schau gestellter Bescheidenheit aber auch Tüchtigkeit und Volkstümlichkeit seine Untertanen zu gewinnen. So spiegeln die Prinzregentenjahre den Mythos der "Bayerischen Gemütlichkeit" und der "Guten Alten Zeit" wider. Nichtsdestotrotz ist Luitpold wie fast alle seine königlichen Verwandten ein Liebhaber der Kunst und Malerei.

Da Luitpold immer Wert darauf legte nur als Regent und nicht als König zu gelten, wurden nur zu seinem 90. Geburtstag im Jahr 1911 Münzen mit seinem Bildnis geprägt.

5 Mark 1911 zu Luitpolds 90. Geburtstag ausgegeben

1913-1918 Ludwig III.

Luitpolds Sohn Ludwig III. übernimmt zuerst die Regentschaft für Otto im Jahr 1912, bevor er 1913 nach einer Verfassungsänderung ebenfalls zum König gekrönt wird. Ludwig III. geht als konservativ und katholisch geprägter Monarch in die Geschichte Bayerns ein. Eine seiner Vorlieben ist die Landwirtschaft. Am Ende des 1. Weltkriegs wird am 7.11.1918 die Volksrepublik Bayern ausgerufen und Ludwig dankt am gleichen Tag ab.

Da Edelmetalle während des 1. Weltkriegs Mangelware sind, werden Münzen mit dem Bildnis Ludwig III. nur 1914 geprägt. Ausnahme ist ein Dreimarkstück zu seiner Goldenen Hochzeit mit Marie Therese von Este, das 1918 geprägt wird. Diese Rarität des Deutschen Kaiserreichs wurde in einer Auflage von gerade mal 130 Stück und 5 Stück in polierter Platte für den König selbst geprägt. Diese Münze ist in der normalen Prägung je nach Erhaltung etwa zwischen 25.000 und 35.000 Euro wert. Über den Wert der Münzen in PP kann man nur mutmaßen.
Aber selbst die 20 Mark Goldmünze von 1914 ist bereits je nach Erhaltung 2000 - 3500 Euro wert.

3 Mark 1914. Die 2 Mark und 3 Mark - Münze von 1914 kommt noch recht häufig vor, hat aber trotzdem einen höheren Sammlerwert als etwa die sehr häufigen Münzen mit dem Bildnis Ottos.

Fragen / Mails / Angebote / Kaufgesuche

Haben Sie Fragen oder eine interessante Mitteilung zum Thema Münzen des Königreich Bayern, dann teilen Sie es uns bitte  mit
Wir veröffentlichen dann hier Ihre Nachricht.

Allgemeine Links zum Thema königlich bayerische Münzen

Königreich Bayern Das Königreich Bayern und die Bayerischen Könige bei WIKIPEDIA
www.bayerische-landesbibliothek-online.de Die "Bayerische Landesbibliothek Online" ist ein Informationsportal bayerischer Bibliotheken, das umfangreiche und vielfältige digitale Ressourcen zur Geschichte Bayerns zusammenfasst.
Königreich Bayern 1806 - 1918 Königreich Bayern 1806 bis 1918. Das große Internetportal zum Jubiläumsjahr von der Bayerischen Staatsregierung.

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