Lebenslauf des Künstlers Paul Huf
- Jan.- März 2007 Reisestipendium für Mexiko von Jahrreiß & Partner
- Sept.-Dez. 2006 Arbeitsaufenthalt in Amsterdam
- Sep. 2006 Veröffentlichung des Hörbuchs “Vom Tod und vom Alkohol” im
Black Ink Verlag, München
- Jan. 2006 Veröffentlichung des Kurzgeschichtenbands “You have to be
as cool as Alain Delon, sagte Zelko” im Black Ink Verlag, München
- 2004 Staatsexamen an der Akademie der Bildenden Künste, München
- April - Okt. 2002 Arbeitsaufenthalt in Berlin
- Jan. - Apr. 2001 Gaststudium an der Accademia de Bellas Artes,
Valencia/Spanien
- 1997 - 2004 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei
Prof. Fridhelm Klein, Prof. Mathias Wähner, Prof. Dr. Stefan Römer
- 1995 - 2000 Tätigkeit als Dipl.-Sozialpädagoge beim Kolping
Bildungswerk, München
- 1991 - 1995 Studium des Sozialwesens an der FH Landshut und an der
FH München
- 1988 - 1991 Ausbildung zum Kfz-Mechaniker in Kaufbeuren/ Allgäu
- 1967 geboren in Guadalajara/ Mexiko
Ausgewählte Projekte und Ausstellungen
Mai 2007 Road Stories, Galerie Kunstransmitter, München
März 2007 „Vistazo“ Museo de Arte Carrillo Gil, Mexiko City
Okt. 2006 “Watch this hand” Gruppenausstellung, Shadowkabinet De
Appel Centre for Contemporary Art, Amsterdam
Juni 2006 “Stadt, Land Fluss” mit H. Mühlbacher, Städtische Galerie
Traunstein
Mai 2006 “Standardsituationen” Gruppenausstellung lothringer13/laden,
München
Dez. 2005 “München II” Gruppenausstellung UBS München, Kuratorin: Barbara
Gross
Mai - Okt. 2005 “EVERGREEN” Gruppenausstellung der AdBK München auf der BUGA
April 2004 “All about…. Domagk” Gruppenausstellung, White Box München,
Kurator: Elmar Zorn
Sept. 2004 “Heimweg” Gruppenausstellung, Galerie Zink und Gegner, München
April 2004 “Die geheimen Kaffeehäuser Münchens” Einzelausstellung, Akademie-
Galerie der AdbK München
Okt. 2003 “Gall is sweet, my love!” Buchprojekt mit Annette Schemmel,
Galerie Poll, Berlin
Sept. 2003 “Bulgarische Edition” Salon von Annette Schemmel,
lothringer13/laden
Juli 2003 “Wallfahrt” Gruppenausstellung, Panorama von Altötting, Altötting
Juni 2003 “Vladimir Jacobi - die Korrespondenz eines Kurators”
Jahresausstellung der AdbK, München
Mai 2003 “Art-Venture” Gruppenausstellung, Kunstverein Landshut
Mai - Juni 2002 “Oltre il Giardino” Gruppenausstellung, Rimini, Kurator:
Florian Matzner
Juni 2002 Förderkoje auf der “Art Frankfurt” mit Galerie Katia Rid
Juni 2001 “Zugreisen” Einzelausstellung, Pasinger Fabrik, München
Juli 2000 “Stadtplan” zur Jahresausstellung der AdbK München, Haus der Kunst
und Maximiliansforum, München
LEIDENSCHAFTEN ein Projekt von Paul Huf
Es gibt Menschen, die sind anders als andere Menschen, sie fallen nicht
auf, aber sie sind anders: Sie haben eine besondere Leidenschaft. Es gibt
etwas, das sie unglaublich fasziniert, sie verwenden viel Zeit, Kraft und
Geld dafür. Sie werden oft belächelt und trotzdem machen sie weiter. Sie
sind Spezialisten für Bereiche, die sonst fast niemand interessant findet.
Sie halten Kontakt mit den wenigen Gleichgesinnten und unterhalten sich
weltweit in Internetforen. Sie treffen sich auf besonderen Märkten und
wissen Preise für Gegenstände, die sonst keiner will.
Ich spreche von Sammlern: Kunstsammlern, Büchersammlern,
Sterbeanzeigensammlern, Zuckertütensammlern, Menschliche-Schädelsammlern,
Kotztütensammlern - es gibt nichts, das nicht gesammelt wird.
Sammlungen haben eine ganz besondere Ästhetik, eine ganz besondere
Schönheit. Viele von ihnen bleiben im Verborgenen, nur für sich selbst, und
sind nie zu besichtigen, ähnlich den Schatz- und Wunderkammern der Fürsten
in früheren Jahrhunderten.
Zur Ausstellung:
Ich möchte zu einer Ausstellung einladen, in der zwölf Fotoportraits zu
betrachten sind.
Die von mir fotografierten Menschen sind Sammler, aber die Fotos geben neben
der Abbildung der Person des Sammlers keine weiteren Informationen preis.
Zur Ausstellung erscheint ein Booklet, in dem die Portraits abgedruckt sind.
Dort sind auch die Wohnorte der Portraitierten, ein bestimmtes Datum, eine
Uhrzeit und ein Losungswort zu finden. Mit diesem Booklet und dem
Losungswort kann der Besucher zu festgelegten Öffnungszeiten Sammlungen
aufsuchen, die sonst nie zu sehen sind. Die Art der Sammlung entdeckt er
erst vor Ort. Meine Fotoausstellung öffnet für einen kurzen Moment Türen zu
geheimen Museen.
Künstlerischer Hintergrund:
Eine Stadt hat viele Geschichten zu erzählen. Die Fassaden und Straßen
verraten wenig über das Leben, das in den Wohnungen, in den Kellern und
Hobbyräumen stattfindet. Man glaubt seine Stadt in und auswendig zu kennen
und übersieht, dass man immer wieder nur die gleichen, ausgetretenen Wege
geht. Diese Details, die im Alltag häufig übersehen sind, sind allgemein
Gegenstand meiner künstlerischen Arbeiten.
Im dem 2000 realisierten Projekt „Stadtplan - Kunst im Öffentlichen Raum“
(ausgezeichnet mit dem Matthias Pschorr-Preis der Landeshauptstadt München)
habe ich auf Kunst im Außenraum hingewiesen, die erst im Auge des
Betrachters entsteht.
Mit der Aktion „Die geheimen Kaffeehäuser Münchens“, habe ich 2005 für zwei
Wochen in München Privaträume in besondere Treffpunkte verwandelt.
Mit dem Projekt „Leidenschaften“ möchte ich dem Besucher die Stadt wieder
neu erfahrbar machen und für zwei Wochen Sammlungen zeigen, die sonst nie zu
sehen sind. |